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Erinnerungen. Frlustwirte Blälker kur Brnst uhd Wumor.
82. Band.
(Ein und vierzigſter Jahrgang.)
Heft III.
Louiſe Meunier. Von P. J.
ie Obernormandie, dieſe unabſehbare Ebene mit ihren tiefen Thälern, mit ihrer üppigen Vegeta⸗ tion, mit ihrem azurnen ewig lachenden Himmel iſt eine von jenen Gegenden, die in den rauheren 8 Jahreszeiten durch ihren Zauber und ihre Herr⸗ — lichkeit ſo ſchmeichleriſch zum Beſuche einladen.
Der ſchönſte Tag in der Normandie iſt der Tag nach einem Regen.
Es war eine finſtere Nacht; der Regen goß in Strömen herab, aber bald fing der Tag an anzubrechen und die Morgenſonne brach ſich, wenn auch mit Mühe, endlich doch durch die herbſtlichen Nebel Bahn. Die
Erinnerungen. LIXXII. 1861.
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Grashalmen beugten ſich unter der Laſt der ſchimmern⸗ den Waſſertropfen. Die Laubmaſſen, die man in der Ferne gruppirt ſah, waren in jene bläulich ſchwarzen Dünſte gehüllt, die den Zauber der Fernſicht von Wat⸗ teau bilden, während die erſten Flächen ſich ſchmückten mit den reichſten und verſchiedenſten Farben und das Auge blendeten.
Eine tiefe ſüße Stille lag über der ganzen Gegend und machte es möglich, ſelbſt das leiſeſte Pipſen der Vögel zu vernehmen, die längſt die ſchmetternden Früh⸗ lingsgeſänge vergeſſen. Man glaubte ſogar den Flügel⸗ ſchlag der weißen Schmetterlinge zu vernehmen, die ſich auf die duftenden, goldenen Blumen flatternd nieder⸗ ließen.
Die Felder waren ganz vereinſamt; der in der Normandie ſo thätige Pflug genoß die Tage ſeiner Ruhe.
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