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die Lyabngkris zu ſtören. eein tfachen, ſchwacher
nd vergleiche ſie mit ſer ha. weiter nichts te Füſf ße, mit dieſen der Bruſt, über⸗ das zarte
andern anfügt, ohne Nun erwäge man noch d Werkzeuge des Vogels unſern 2 J Inſtrumenten. als ſeinen Schnabel und ſein und unter thätiger Beihilfe haupt des ganzen Unterkörpers, muß Werk gelingen.
Das alles iſt die Beſchäftigung des Weib⸗ chens, die, alle Einmiſchung in dieſes echt müt⸗ terliche Beginnen mit Mißtrauen zurückwei ſend, ihr Männchen nur als Zubringer des nöthigen Materials verwendet. Es muß ihm Gräſer, Moos, Wurzeln und Zweigchen ſuchen.—
Iſt nun der äußere Ausbau pollendet, ſo beginnt erſt der ſchwierigſte Theil der Arbeit. Denn die innere Einrichtung, das Bett, der Hausrath, müſſen hern darauf berechnet ſein, ein zartes, für die Kälte ſehr empfindliches E Ei aufzunehmen. Das 5 lüine wird nackt zur Welt kommen: es muß daher außer der wärmenden Mutter ſ ſelbſt, andererſeits auch ein warmes Lager finde n, worauf es g gefa hrlos ſchl ummern kann. Sorgfältig wählt die Alte hierzu den Stoff. Roßh aar e, zarte Blätter, alles das er⸗ ſcheint ihr noch viel zu hart; nur die ſeiden⸗ artigen, flaumigen Faſern gewiſſer Pflanzen finden Gnade, vor allem aber ihre eigenen Fe⸗ dern, ihr Flaum, den ſie ſich ausrupft und
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unter ihren Pflegling legt.
Es iſt äußerſt intereſſant, das Männchen beim Zuſammentragen des Materials zu beob⸗ achten. Es iſt dieß ein ſehr gewandtes, heim⸗ liches Sammeln. Glaubt ſich das kluge Thier bemerkt, ſo ſchlägt es ſcheinbar einen andern Weg, als den wirklich zum Neſte führenden ein, um uns zu täuſchen und ſo den zu fertigenden Bau ſchon von vorne herein vor unberufenen Eindringlingen zu bewaheen⸗
Leider ſind die Neſterſammlungen noch ſehr unvollſtändig; in Rouen und Paris je⸗ doch, wo es deren gibt, die ſich durch ſyſtema⸗ tiſche Ordnung auszeichnen, kann man ſchon diegeiſchiedoden Höheſtufen der Vogelbaukuunſt verſolz gen. Dieſe richten ſich nun weſentlich nach der Intelligenz der Erbauer, dem paſſenden tterial und dem Klima. jie minirenden Waſſervögel, z. B. die ettgänſe, d die Pinguine u. ſ. w., laſſen ſich's damit genügen, ein bloßes Loch zu graben, denn das Junge wird ohnehin, kaum geboren, das Meer zu erreichen wiſſen. Der Bienenwolf hin⸗ gegen und die Seeſch walbe müſſen ſchon dar⸗ auf bedacht ſein, zum Empfange ihrer Kleinen eine regelmäßig gez ezimmerte Wohnung unter der Erde anzufertigen, die von allen Seiten wohl austapezirt wird, damiit die zarte Kugend nicht von der Härte und Feuchtigkeit des Bo dens zu leiden habe.
Bei den mauernden Vögeln iſt man in der Regel mit einer rohen Maſſe zufrieden, wie der Flamingo, der aus bloßem Schlamm ſein hohes Neſt, worauf er ſtehend brütet, am deut⸗ lichſten beweiſt. Die Meiſterin dieſer Art iſt
die Schwalbe; ſie hängt kühn ihr Haus an
ſf die unſrigen.
Ein Wunder ihres⸗Geſchlechts iſt aber un⸗ ſtreitig die Droſſel. Ihr Neſt, das von außen mit Moos bedeckt auf der feuchten Erde der Weinberge kaum bemerkbar iſt, bietet einen wunderbaren, faſt blendenden Anbl ickvon innen dar: der Glanz dieſer ſauberen Wohnung iſt ſo ſtark, daß er im beſchämen.
Die Zimmerkunſt, die Tiſchlerei finde ihren beſten Vertreter an dem Spechte; dieſer d iſt nicht nur ein vortrefflicher Zimmermann, ſondern, wenn die Liebe kommt, ſelbſt ein tüch tiger Bildhauer.
Unzählig ſind die Arten der Korbflechter und Weber. Auch die Küſtenvögel flechten be reits, aber mit wenig Geſchick. Warum ſollten ſie's auch? So wohlverwahrt durch ihre faſt undurchdringlichen, fettigen Federn, kehren ſie ſich weniger an die Macht der Elemente. Ihre Hauptkunſt iſt die Jagd; immer hungrig und ſchwach ernährt, haben die Fiſchfreſſer einen vielverlangenden Magen zu befriedigen.
Das ſehr elementare Geſchlecht der Geier und Störche wird ſchon bedeutend von den meiſten Singvögeln übertroffen. Die Meiſe hängt ihre Brut in eine birnförmige Wiege und läßt dom Winde ihre Familie umher ſchaukeln.
Der Zeiſig, der Stieglit und der Finke ſind Arbeiter höherer Art. Der Letztere weiß ſogar ſein feingefügtes Neſt durch wohlangebrachte Moosflechten ſo gut zu verſtecken, daß es oft dem geübteſten Auge ſchwer fallen dürfte, ein ſolches zu entdecken. Man bedenke aber nur, wie ſchde r das Flechten einem Vogel fallen muß, da er nur ſeinen Schnabel und im ärgſten Falle noch die Füße zu Hilfe nehmen kann. Wie oft mag da das meiſt glatte Material den müden Thierchen entſchlüpfen, wie oft das ſchon fertig Gegl aubte zu nichte werden?!
Mit bewundernswerther Geſchicklichkeit wird aber ſelbſt die ſchwierigſte Arbeit unter nommen, mit rieſiger Ausdauer zur erſehnten
Bollendung gebracht. Dieſe Gewandtheit muß uns um ſo mehr in Staunen verſetzen, je we niger die Werkzeuge des Vogels zu den immen ſen Reſult ltaten ſeiner Arbeit im Verhältniſſe ſeüen Die meiſten Inſekten ſind im Vergleich
weit beſſer ausgerüſtet und mit allen nur er⸗ den lichen Utenſilien verſehen. Sie ſind aber auch wirkliche Arbeiter und werden als ſolche geboren. D Der Vogel iſt es nur einige Zeit lang durch die Eingebung der Liebe.
IV. Wanderſchaft und— Tod. Der Vogel iſt als ein beſonders elektriſches Weſen für jedwede dueteorolog iſche Erſcheinung äußerſt empfänglich,
Er verſpürt jede Witterungsveränderung ſchon in ihrem Entſtehen, lange bevor ſie ſich augen
mehr als wir Menſchen.
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fällig kundgibt. Sehr natürlich daher, daß die Alten, denen es noch an zwee ckmäßigen Inſtru menten zur Beſtimmung der Witterung fehlt dieſe gefiederten Vhrttergropheken für unumſtö
liche Autoritäten anſahen. Wenn auch mit der Zeit die Wiſſenſchaft bereits vielfache und ſiche⸗ rere Behelfe zu dieſen Zwecken hervorgerufen, ſo gebührt den Vögeln doch immer die erſte
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Stande wäre, Glas zu Anregung dazu: ſie ſind die eigentlichſten Mit⸗ r
gründer der Meteorologie. Wäre Napoleon in dem Schreckensjahre 1811 den Zugvögeln nach
em Süden gefolgt— wie ganz anders hätte ſich vielleicht das ve erhängnißv olle Jahr 1812 für ihn geſtaltet! Jene, den fürchterlichen Win⸗ ter wohl vorausfühlend, flohen nach dem mil deren Klima, er aber blieb in Moskau.
Es iſt merkwürdig, daß ein Vogel, welcher auf ſeiner weiten Wanderung eine Nacht auf dem Maſtbaume eines Schiffes zugebracht hat, trobdem, daß er vielleicht meilenweit auf dieſer ſeiner bewegliche n Zufluchtsſtätte hinweggeführt wurde, immer wieder ſeine Route auffindet. Des Morgens ſchwingt er ſich ohne Zagen in den erſten beſten Luftſtrom, denn er iſt ein ſo guter Geograph, daß er ſ elbſt über dem unge⸗ heuren einförmigen Meer, wo es keine Orien⸗ tirungspunkte wie auf dem Feſtlande gibt, nie⸗ mals die Faſſung verliert: er folgt den Luft⸗ ſtrömen, vielleicht auch jenen der Gewäſſer und geheimen magnetiſchen Trieben, die wir nicht kennen. So weiß z. B. die Goldammer Nordame⸗ rikas genau, wann in Frankreich die Kirſche zur Reife gelangt und trifft auch richtig zu dieſer Zeit ein, um ſich an den ſchmackhaften Früchten zu laben. Man könnte vielleicht glau⸗ ben, daß die Zugvögel erſt dann Anſtalten zur Abreiſe treffen, wenn die rauhe Jahreszeit ſchon da iſt. O nein! Selbſt wenn noch alles in ſchönſter Pracht ſteht, wenn die nöthige Nahrung von der Natur noch reichlich geſpen⸗ det wird, rüſten ſich die wackeren Wanderer bereits, denn ſie wiſſen nur zu gut, daß dieſes letzte Aufflackern der ſchönen Tage von äußerſt kurzer Dauer ſein kann.
Uebrigens darf man nicht im Hunger allein den Grund dieſer Auswanderungen ſuchen. Mancher Vogel fände ja im Nothfall ſelbſt in den kalten Monaten Lebensmittel genug; auch die Kälte würde mit muthiger Reſignation überwunden werden— aber das Licht, das i*ſt der allgemeine Zielpunkt, nach dem alle mit gleichem Eifer ſtreben. So wie die Pflanze des Lichtes bedarf, düſt mühſam ſich ihm entgegen⸗ rankt, ſo ſucht der Vogel diejenigen Regionen, wo ihm dieſes länger gegönnt wird; die kurzen Tage würden ihn traurig ſtimmen, er flieht daher ſchon den nebeligen Herbſt.„Mehr Licht, Licht!“ das iſt der unaufhörliche Schrei der Scheidenden,„lieber ſterben, als des Tages beraubt zu ſein!“ Das hört man im Oktober
deutlich aus ihren Abſchiedsrufen heraus, ſo lautet der Inhalt ihrer letzten Lieder.
Es iſt kein geringer Entſchluß, zweimal es Jahres jene gefahrvollen Reiſen zu unter⸗ nehmen. TFür die leichtgeflügelte Schwalbe
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