Heft 
(1820) 3
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Alerdings! antwortete ich, und bewieß durch einen Brief von meiner Mutter an meinem letzten Geburts⸗ tage, daß ich ohngeachtet meines braunen, maͤnnli⸗ chen Geſichts, dem man fuͤnf und zwanzig Jahre ſchon zutrauete, vor drei Monaten erſt zwanzig geweſen war. Der umſtand, daß ſonach meinem Wechſel noch die ge⸗ hoͤrige Kraft fehlte, hieß dem Wucherer um ſo mehr gelinde Saiten aufziehen, da der Buchhaͤndler aus meiner Mutter Unterſchrift und andern Umſtaͤnden im Briefe entdeckte, daß der Name Maſſenberg nur mein Inkognito beabſichtigte und ich Luchs heiße, deſſen Vater der bekannte reiche Kaufmann dieſes Namens iſt.

Auf ſolche Weiſe kam ich denn noch ganz ertraͤglich bei meinen beiden Glaͤubigern durch, die mir, auf mein inſtaͤndiges Bitten, auch verſprachen, Nismanden mein Einverſtaͤndniß mit der Prinzeſſin Heliodora zu verra⸗ then, welches Linchen, das leichtſinnige Ding, ſo ge⸗ wiſſenlos blosgeſtellt hatte.

82. Reiſe.

Des Leihbibliothekars Angſt vermehrte ſich mit je⸗ dem Tage. Am Ende fand ſich, daß ſeine beiden Ninge,