Heft 
(1820) 3
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nach der Ausſage mehrerer Juweliere, ganz werthloſe

Dinge waren. unfehlbar glaubte er, moͤge die betruͤ⸗

geriſche Perſon ſie den aͤchten untergeſchoben haben⸗ Da ſo viel Nachtheiliges von ihr bekannt war, ſo fuͤrch⸗ tete ich, daß ſie auch wohl mich bei der Prinzeſſin auf irgend eine Weiſe anſchwaͤrzen koͤnne. Seit drei Wo⸗ chen war mir wirklich kein einziger Brief zugekommen.

Nichts ſchien mir daher nothwendiger, als eine Reiſe zu Heliodoren ſelbſt. Irgend eine Gelegenheit ſie zu ſehen und zu ſprechen, hoffte mein Rachdenken auszuklügeln. Um wenigſtens ihr Portraͤt nicht in frem⸗ den Haͤnden zu laſſen, ſetzte ich beim Leihbibliothekar eine anſehnliche Summe dafuͤr ein und nahm es zu mir.

33. Gefangenſchaft. Meinem Vorſatzs nach ſollte die Fahrt Tag und tacht gehen, weil beſonders auch keine Zeit zu verlieren war, die arme Prinzeſſin vor einer ſo gewandten Spit⸗ buͤbin zu warnen.

Allein ein heftiges Ungewitter noͤthigte mich doch am Avende in dem Gaſthofe einer kleinen Stadt zuuͤbernachten.

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