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Er ſchien auf letzteres ſo viel Gewicht zu legen, daß ich die Worte: Nicht mehr als billig! die ich ihm zuruͤckgab, durch einen Griff in meine Taſche mit Mu⸗ ſik zu begleiten ſuchte. Die Heiterkeit, welche hierauf ſein Geſicht verklaͤrte, ſagte mir, daß der Mann ein recht zartes muſikaliſches Gehoͤr und uͤberhaupt viel Takt beſaß. Ich ſtuͤrmte daher durch eine zweite Erſchütte⸗ rung einiger harten Thaler auf ſeine weichen Gefuͤhle ordentlich ein, indem ich um Nachrichten von der Schoͤ⸗
nen anſuchte.
Aber der Buͤcherverleiher zuckte die Achſeln. Die Dame, ſagte er, laſſe immer ihren Leſebedarf durch ihre Kammerdienerin holen, und dieſe habe ſogleich vom Anfange, ſtatt des Namens, blos N. N. angegeben, dabei den vierfachen Werth der Buͤcher eingeſetzt. Spaͤterhin wären noch andere Geſchaͤfte zwiſchen ihm und der Dame, auch durch jene Mittelsperſon, vorge⸗ fallen. Den Namen aber habe er doch nicht erfahren koͤnnen, ob ſie ſchon ſonſt fortdauernd uͤberaus freige⸗ big gegen ihn ſich beweiſe, auch zum Zeichen ihres be⸗ ſondern Zutrauens eben jenes Bild jetzt, da ſie ver⸗ reiſet ſey, ihm zur Aufbewahrung uͤberſchickt habe.
Das Geheimniß, ſo ſagte er, das ſie hier zu beobach⸗


