Heft 
(1820) 1
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34.

Acht Tage ſpaͤter war ſchon die Vermaͤhlung des Paares. Ueberhaupt hatte der bis dahin ſehr langſam fortgeſchrittene Gang ſeiner Geſchaͤfte in Deutſchland dem aͤltern Grafen von Weißenburg den Aufenthalt daſelbſt ſo verleidet, daß er baldmöglichſt nach ſeinem zweiten Vaterlande, dem geliebten Rom zuruͤckſtrebte⸗

Adele war die fruͤhere Abreiſe gern zufrieden. Nur dem Mutterherzen der Frau von Sendon koſtete der Gedanke, eher als es Anfangs beſchloſſen war, ſich izrer geliebten Arminia zu entziehen, um ſo mehr Muͤhe, weil dieſe offenbar an einer unbezwinglichen Schwermuth litt. Die Mutter ſchrieb ſolche einzig ihrer Leidenſchaft zu dem Prinzen und dem Antheile an deſſen unbekannter Zukunft zu, welche letztere in der

That immer bedenklicher ausſah, da, nach den eben erſt erhaltenen Nachrichten, Prinz Bruno in ſeiner Gefangenſchaft weit ſtrenger als zuvor gehalten wurde, ſo, daß man ziemlich ihn des Hochverraths ſchuldig glaubte.

Je deutlicher aber Frau von Sendow die Vewerbung des jungen Grafen Weißenburg war, der ihnen zuletzt alle Tage Geſellſchaft leiſtete, deſto beſſer gewohnte ſie