Heft 
(1820) 1
Seite
25
Einzelbild herunterladen

kamen in der Verſammlung die verſchiedenen Weih⸗ nachtsgeſchenke zur Sprache. Frau von Sendow fand es recht klug, daß Arminia ſich nicht, gleich manchen ihrer Bekannten, auf das Einzelne des Erhaltenen einließ, ſondern nur im Allgemeinen zu erkennen gab, 3 ſie außerordentlich gut vedacht worden. Aber die Frohe konnte doch ihr Auge nicht genng bezaͤhmen. unwillkuͤhrlich ging ihr Blick nach dem von? Bruno er⸗ haltenen Ringe. Eine ihrer Nachbarinnen ſagte daher auch, ihr die Hand emporhebend, laut: Man ſieht es, daß das ebenfalls ein Weihnachtsgeſchenk iſt!

Die hoͤchſte Rothe uͤberſlog Arminiens Geſicht. Alle kamen gelaufen, den Ring zu betrachten und zu vewundern. Frau von Sendow wendete ſich ab, ihre große Verlegenheit zu verbergen. Arminia zitterte immer ſtaͤrker. Lachend behaupteten einige, daß der Ring mehr, als etwas Gewoͤhnliches, zu bedeuten habe. Der ward von andern aufgenommen und unterſtuͤtzt. Arminia gerieth in die hoͤchſte Ver⸗ wirrung. Der Hofmarſchall wußte jetzt ſelbſt nicht, db et die etwas bedenklich werdende Sache aufklären und damit dem zu weit getriebenen Spaße in die Zuͤgel