Heft 
(1820) 1
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4.

Mehrere Mal zog der Hofmarſchall wenn er und ſeine Gemahlin allein waren, dieſe mit ibrem Preiſen des zuruͤckgekehrten Erbprinzen auf. Seit der Schlit

3 tenfahrt war, in Abweſenheit Arminiens ihr Mund immer davon voll. Er behauptete lachend, der Prinz muͤſſe in die Taſſe Kaffee, den ſie an jenem Nachmit⸗

tage eingenommen, einen Liebestrank heimlich gethan haben. Wirklich fing Frau von Sendow jetzt an, ihrer Tochter, wie ſie ſelbſt ſagte, natürliche Neigung zu einem ſo ſehr uber andere hervorragenden Manne mehr zu fürchten, als des Prinzen Misbrauch ihres Umgangs. Denn beim Balle, und nachher, betrug er ſich mit ſo vieler Zurückhaltung als Aufmerkſamkeit gegen die ge⸗ borene Koͤnigin deſſelben, die ſchoͤne Arminia. Letzteres mochte unfehlbar von dem Scherze herruͤhren, zu welchem ſein erſter Abendbeſuch bei der Familie des Hofmarſchalls ſeinen Aeltern Gelegenheit gegeben hatte. Der Prinz haͤtte uber die erleuchteten Gaͤnge viel be⸗ uemer zu Sendow's gelangen können? Allein er ſchien. das Auge der dort Wacht haltenden Garde haben ver⸗ meiden wollen. Freilich war ihm nicht eingefallen, daß ſeine eigenen Fußtritte durch den bahnloſen Schnee weit