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fahren zu wenig Sinn hat, um mir allein eine Bitte ſolcher Art zu gewaͤhren?
Wuͤrdigſte der Frauen— antwortete der Prinz— rechnen ſie auf meinen Eifer, auf meinen Beiſtand in allen Dingen, welche ſie zu ihrem und dem Gluͤck ihrer Tochter fuͤr noͤthig achten.—
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Ball, den man bei dem Erbprinzen veran⸗ ſtaltet fand, uͤberraſchte die Jugend des Hofes und der Stadt auf eine ſehr hoͤchſt angenehme Weiſe. Keine Pracht; viel Geſchmack! ſchien der Wahlſpruch des An⸗ ſtellers dieſes Vergnuͤgens zu heißen. Die am dortigen „ Hofe ergraueten Damen und Herren fanden ſich freilich nicht recht darein. Auf die Turnierunfähigkeit der An⸗ weſenden war gar keine Ruͤckſicht genommen, und wer ſichtbar uͤber den achtbaren Buͤrger die Naſe ruͤmpfte, der hatte vor dem glaͤnzenden Witze des Erbprinzen keine Ruhe. Dieſer war ſo zuftieden mit der Frende, die ſeinem kleinen Feſte ſichtbar vorſtand, daß er ſolches ge rn den darauf folgenden Sonntag wiederholt haͤtte. Allein die eingetretene heilige Zeit, in welcher ſo rau⸗ ete Vergnuͤgungen nicht ſtatt finden durften, ſtand 1 der Ausfuͤhrung ſeines Wunſches im 2 Wege. 2
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