5 3 S —————
im Sagle herrſchenden Kaͤlte nicht herruͤhren konnte.
— 14— nach der Mittagstafel eine ſehr große Anzahl von tten im Schloßraume. Der Prinz, an geſchmack⸗ volleres Fuhrwerk dieſer Art gewoͤhnt, lachte hoch auf, als die, zum Theil ſchon hundert Jahr alten, Renn⸗ ſchlitten mit ihren ſeltſamen Verzierungen und den goldenen und ſilbernen Beſtien, welche dem beſtaubten Glanze der Heraldik ihr fabelhaftes Daſeyn zu ver⸗ danken ſchienen, einer nach dem andern, heranſchellten. Fuͤrſt und Fuͤrſtin hatten ſich ſelbſt zur Theilnahme bewegen laſſen. Sie lachten gleichfalls uͤber die ver⸗ ſammelte Menagerie hoͤlzerner Ungeheuer. Im Saale, wo der Verein geſchah, ſcherzten die eingeladenen Damen laut uͤber die Frage, wer wohl zu ihrem Ritter beſtimmt ſeyn werde. Der Erbprinz hatte nämlich dieſe Wahl ſich vorbehalten. Die meiſten verſicherten lachend, daß ſie mit jedem zufrieden ſeyn wuͤrden, der gut zu fahren und das ümwerfen zu ver⸗ meiden wiſſe. Frau von Sendow hieß ſich ihre Vemer⸗ kungen und Zuſtimmungeu abnoͤthigen. Sie fuͤrchtete ſehr, daß Brunv Arminiens Fuͤhrer werden moͤchte. Arminia ſtand neben ihr, ſichtbar beklommenund mit einer Glut in dem zarten Geſichte, welche ganz offenbar von der


