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Arminia's Schlafſtunde ſchlug. Sie begruͤßte die Veltern und ging.
Jetzt eroͤffnete Frau von Sendow ihrem Gemahl, was ihr die meiſte Sorge mache. Es war die beſondere Aufmerkſamkeit des Erbprinzen auf Arminien.
Schwachheiten, laͤchelte der Hofmarſchall. Der Prinz iſt zu rechtlich, um in unſerm Hauſe ſeinen Heishunger ſtillen zu wollen.
Was er nicht will, kann der Leidenſchaft uͤber ihn gelingen.
Uebertriebene Sorge! Sind wir doch beide immer bei der Hand und konnen uns zudem auf Arminien verlaſſen.
Gewiß!— antwortete ſie. Wenn nur nicht auch von ihrer Seite die Leidenſchaft kommt. Mir ſcheint ihr Auge mit großem Wohlgefallen auf dem ſchoͤnen Erbprinzen zu verweilen.
Das iſt natuͤrlich; das uebrige aber, das du erra⸗ then laͤſſeſt, zu weit getriebene Mutterſorge.
O moͤchte es das ſeyn! Aber ſchon bei der erſten Cour nach Bruno's Ruͤckkehr ſah ich mit wie großer Theilnahme unſere gute Tochter ihn betrachtete und ſein beſonderes Aufmerken auf ſie durch ein Betragen
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