Heft 
(1820) 1
Seite
9
Einzelbild herunterladen

anz aus dem Spiele zu laſſen und lieber kleine Ge⸗ ſellſchaften zuſammenzubringen, ohne des alten Fuͤrſten Autorität. Naͤchſter Tage wird bei uns die erſte ſeyn.

Warum denn grade bei uns die erſte? fragte ſeine Gemahlin bekuͤmmert, Viele Andere waͤren gewiß darauf weit beſſer eingerichtet, als wir.

Das iſt unſer Fehler, und alle Fehler wollen ab⸗ gebuͤßt ſeyn. Ueber Hals und Kopf muß die Einrich⸗ tung getroffen werden. Der Hofmarſchall muß ſeiner Stelle Ehre machen, und da es das eigene Haus betrifft, ſo wird ſeine Gemahlin nicht verſaͤumen, ihn moͤglichſt zu unterſtuͤtzen. Gewiſſermaßen muß ich ſogar den Umſturz billigen, der alle zeitherigen Ge⸗ brauche nach und nach bedroht. Auch Arminiens wegen. Was ſoll des Madchens Ingend in dieſer Einſamkeit?

Sich ſiel Frau von Sendow mit Waͤrme ein ſich würdig vorbereiten auf das kunſtige, ſtile Hausleben.

Weit beſſer entgegnete er kann ſie das in der erfreulichen Weiſe einer anſtaͤndigen Geſellſchaft. Glauben ſie mir, liebe Gemahlin, daß mancher Gatte viel gluͤcklicher leben wuͤrde mit ſeiner ſonſt trefflichen Frau, wenn dieſe mehr in der ſchoͤnen Gewandheit der