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nächſten beſten Geisbock erſchjeßen, der da vergnügt wie ein Paſcha mit gekreuzten Beinen in ſeinem meckernden Harem ſitzt?
Man meint bisweilen, ſo einfache und primitive Verhältniſſe, wie die der Bauern, hätten keine Myſterien; und doch zeigt ſich das myſteriöſe, das geheim verwegene, das vehmartig vermummte Treiben, das unter der einfältigen Oberfläche im ländlichen Leben regiert, ganz eclatant beim Wildſchützenunweſen. Der Rächer er⸗ ſcheint wie aus dem Boden geſtiegen, der Verbrecher verſchwindet wie in den Boden verſunken; Jeder weiß im Geheimen Alles und öffentlich wiſſen Alle nichts— es beſteht ein tyranniſches Zuſammenhalten.
Ich erinnere mich noch heute an eine Scene im Wirthshaus von Kreuth. Es war ein Herbſtabend, der Mond war voll, Grenzjäger und Forſtleute ſaßen am Tiſche, der dicht beim Fenſter ſtand. Auf einmal— ein Blitz, ein Knall, die Scheibe ſplittert, eine Kugel fliegt zwiſchen den Köpfen Zweier, die keine Handbreit auseinander waren, in die Decke. Der Eine fuhr ſich gemüthlich
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mit der Hand über's Ohr, wie's etwa der Tiras mit den Pfoten
V thut, wenn er beſorgt um ſeine Ohren iſt, die Andern ſtürzten
hinaus in's Freie. Es waren nicht ſechs Schritte bis dorthin, und doch war weit und breit keine Spur zu ſehen. Lautlos und mondhell war die Nacht, Alles wurde durchſucht und Alles war umſonſt!— Hier war das Werk der Rache mißlungen; aber oft genug ereignen ſich Fälle, wie der, welcher unſerem Künſtler vor Augen geſtanden wo die Kugel des Wilderers nur zu gut getroffen hat und das Opfer der Rache den Seinen in ſolchem Zuſtande heimgebracht wird.
Was die gerichtliche Verfolgung ſolcher Fälle angeht, ſo liefert auch dieſe nur ſelten ein volles Ergebniß. Häufig bleibt der Thäter zweifelhaft; häufig weiß er ſich in jenen Fällen, die tödtlich ausgehen, mit Nothwehr zu rechtfertigen.
Nur eine veränderte Anſchauung kann dieſe Verhältniſſe beſſern; die Meinungen, nicht die Geſetze(wie Manche glauben) müſſen ſich ändern, Carl Stieler.
Klatter wn
Deutſche Chriſtbäume im Ausland. Es iſt eine nicht wegzuleug⸗ nende Thatſache, daß, wer einmal als Kind unter einem Chriſtbaume ge ſtanden, denſelben nie im Leben wieder vergißt und ihn mitnimmt, wohin ihn auch ſein ſpäteres Schickſal wirft.
Mein Schickſal iſt es geweſen, daß ich Weihnachten in den ver⸗ ſchiedenſten Ländern der Erde zubrachte, und ordentlich rührend war es zu ſehen, wie hartnäckig die Deutſchen aller Orten an der alten lieben Sitte feſt hielten und dieſe, während ihre Erinnerungen wie in einer Art von Heimweh an dem alten Vaterland hafteten, gleichſam über die Erde ſäeten.
In England hat der Chriſtbaum ſchon durch die halb deutſche Köni⸗ gin feſte Wurzel geſchlagen und iſt nicht mehr auszurotten. Langſam, aber ſicher ſtreut er, von London aus, ſeinen Samen durch das ganze britiſche Reich, und die Zeit wird kommen, wo ſich ein engliſches Kind ebenſowenig ein Weihnachtsfeſt ohne Baum denken kann, wie ein deutſches..
Und Amerika?— wohin ich hörte, wurde nur, wenn von Weihnachten die Rede war, von einem Baum geſprochen, und in Venezuela ſagte mir ein echter Yankee, als die Rede auf Weihnachten in den Vereinigten Staa⸗ ten kam und ich ihn frug, ob er auch den Chriſtbaum kenne:„Nun, wir werden doch das Chriſtfeſt nicht ohne Tanne verbringen ſollen?“
Größere Hinderniſſe haben ſüdlichere Völker zu bewältigen, da unſere Nadelholzbäume unter den Tropen nicht ſo recht gedeihen, aber ſie wiſſen es doch auch in vielen Fällen möglich zu machen, und wo ſie durch be⸗ nachbarte hohe Gebirge begünſtigt ſind, pflanzen ſie jetzt ſogar die Chriſt bäume an. 2
Als ich noch, vor mehr als zwanzig Jahren, in Louiſiana war, hatten wir große Noth um einen Chriſtbaum, denn weder Fichten noch Tannen gab es in der Nachbarſchaft, nur einzelne Kiefern ſtanden dort in dem niedrigen Lande, und ein Kieferwipfel mußte deshalb zu einem Chriſtbaum ausgeſchnitten werden.— Aber auch Lichter fehlten, um ihn zu erleuchten, und ich erinnere mich noch recht gut, welche Mühe ich hatte, um ſie herzu⸗ ſtellen, aber ein Weihnachten ohne ſie war nicht denkbar— und es ging. Es wurden kurze Schilfſtücken(das dortige ſogenannte cane) in gleiche Längen geſchnitten, dann ein Docht hineingezogen, und das Ganze dann mit dem gelben Wachs wilder Bienen ausgegoſſen. Allerdings konnte man die Form nicht wieder entfernen, aber das ſchadete auch Nichts; das Material war werthlos, und mit einem ſcharfen Meſſer gelang es leicht das Schilf oder Rohr in feinen Streifen von den alſo gegoſſenen Wachs⸗ lichten abzuſchälen und dieſe dadurch vollkommen herzuſtellen.
Ebenſo fehlte es an einem Conditor in Pointe Coupée, um den Baum zu füllen, aber auch das wurde überwunden. Die Hausfrau buk dünne Kuchen, dieſe ſchnitten wir in alle mögliche Formen und hatten die Genug thuung, an dem heiligen Abend die Kinder den aufgeputzten und mit Lich⸗ tern beſteckten Baum unter lautem Jubel umſpringen zu ſehen.
Ich habe trübere Weihnachten verlebt.
Drei Chriſttage hintereinander lag ich in den wilden Wäldern von Miſſouri und Arkanſas, einſam bei meinem Lagerfeuer, aber ſtets ſuchte ich mir dann einen Nadelholzbaum, unter dem ich mein Feuer entzündete,
und wenn es auch in der einen Nacht vom Himmel herunterſchüttete wie
mit Mulden, wenn auch in einer anderen Schnee den Grund deckte und die kleinen Eiszacken wie Zuckerwerk von den Zweigen niederhingen und in dem Gluthenſchein meines Feuers blitzten und funkelten, im Geiſt war ich doch daheim bei den Lieben, und ich hätte die Nacht nicht um das wärmſte trockenſte Lager miſſen mögen.
Ein Weihnachten verbrachte ich in Batavia.— Aber auch dort wiſſen ſich die Deutſchen— und mit ihnen ſchon manche holländiſche Familien— zu helfen. Ein Weihnachtsbaum muß geſchafft werden, ob der nun aus Taxus oder einem anderen ähnlichen Stamm hergeſtellt wird. Die Zweige ſind ſtörriſch, aber man ſtützt ſie mit Bambusſtäben, daß ſie die Lichter tragen, und Abends funkeln ſie doch ſelige Erinnerungen in die Herzen der Eltern und Jubel in die der Kinder hinein.
In Lima verbrachte ich eine andere Weihnacht. Troſtloſes Land. in dem kein Regen fällt, kein Baum gedeiht— dort gab es keine Bäune, auch faſt keine deutſchen Familien, und die einzige Erinnerung war Sonneberger und Nürnberger Spielzeug, das auf der Plaza von Lima von Indianern und Mulatten feilgehalten wurde, während ringsumher
angezündete Lichter den Baum erſetzen mußten.
dabei, in ihnen, wieder ihrer eigenen Jugendzeit gedenken.
d Blüthen.
Ein Weihnachten verbrachte ich in der Südſee auf einem Walfiſch fänger— trauriger heiliger Abend! Wir trieben mit halbgerefften Segeln daußen auf dem Ocean umher es gab keinen Baum und keine Lichter. Nur eine trübe Oellampe brannte in der Cajüte, und dort wurde ein ſteifer gebraut, das war der ganze Weihnachtsjubel. Die einzigen Bäume, die wir dort hatten, waren die Maſtbäume, und Alles, was daran hing, der Ausguck, der ſich den ganzen Tag umſehen mußte, ob er keine„Fiſche“ erſpähen könne. X 3
Beſſer war es in Mexico, wo ich das letzte Weihnachten verbrachte, und zwar in der Hauptſtadt des Landes.
Der dortige Chriſtmarkt verſetzt uns im Nu in die Heimath. Man kann es ſich kaum denken, daß man ſich unter den Tropen befindet, denn ein ſolcher Wald von Fichtenbäumen ragt überall empor, und zahlreiche Buden mit Zuckerwerk wie die tauſend verſchiedenen kleinen, oft ſehr originellen Spielſachen werden überall in Buden feilgeboten.
— 6. 2 7„ Die Hochebenen von Mexico ſind aber auch unſeren Nadelhölzern be⸗
ſonders günſtig und ſie gedeihen mit außerordentlicher Ueppigkeit. Ich habe wirklich in meinem Leben keine ſchöneren und regelmäßiger gewachſenen Fichten geſehen, wie gerade in Mexico, und wie prachtvoll werden ſie dort von den Deutſchen aufgeputzt! Auch das kann ihnen Nichts von ihrem Reiz nehmen, daß ſtatt vergoldeter Aepfel vergoldete Bananen und Granat⸗ äpfel daran hängen die Kinder jauchzen ihnen mit ebenſolcher Luſt ent⸗ gegen und in den CEltern lebt die eigene Jugend wieder auf.
Und was für ein Drängen und Treiben auf dem Chriſtmarkt dort! Aber die katholiſchen Chriſten jener fremden Welt haben ja einen faſt ähn lichen Gebrauch wie unſeren Chriſtbaum, das ſogenannte nacimiento oder Geburtsfeſt des Heilandes, wo ſie eine ihrer Stubenecken mit grünen Zweigen und Moos ſchmücken, mit Lichtern beſtecken und mit kleinen Figu ren und Gruppen aus der bibliſchen Geſchichte füllen. Von dem Naci⸗ miento bis zu unſerem Chriſtbaum iſt aber nur ein Schritt, und da ſich auch viele Deutſche mit mexicaniſchen Familien verheirathet haben, ſo rückt unſer alter lieber Chriſtbaufm mit fliegenden Fahnen in das den Fremden ſonſt eben nicht beſonders freundliche Land ein und unterwirft ſich die Staaten, einen nach dem andern.
Nur in dem durch die Natur eben ſo begünſtigten Venezuela fehlt es noch ſowohl an Fichten wie Tannen, und doch bieten die mächtigen, von fünf⸗ bis ſiebentauſend Fuß hohen Berge die herrlichſte Gelegenheit ſie an⸗ zupflanzen. Dürftige Kiefern keimen da wohl, aber noch haben es die Deutſchen dort zu keinem wirklichen Chriſtbaum gebracht— was aber auch hoffentlich nicht mehr lange dauern ſoll.
Aus dem alten Thüringer Walde habe ich mir guten Samen zu Fichten und Tannen verſchrieben, und wenn dieſe Zeilen in der Garten⸗ laube ſtehen, ſchwimmt er ſchon ſeinem Ziel, dem fernen Süden, entgegen. Dort werden ihn ſorgende deutſche Hände pflegen, und in wenigen Jah⸗ ren ſollen die deutſchen Kinder in Venezuela eben ſo freudig den lieben Baum umtanzen, wie daheim bei uns im alten Vaterland.
Es giebt nichts Schöneres auf der weiten Welt als unſer heimiſches Weihnachtsfeſt, weil es eben ſo ganz den Kindern gehört und die Eltern Selbſt alte Junggeſellen flüchten ſich an dem Abend unter die Zweige des lieben Bau mes— Reue im Herzen über ein verlorenes und verfehltes Leben. Daß er deshalb fortgrüne und blühe, das echte Symbol deutſcher Gemüthlich⸗ keit und ein Civiliſator, der Segen und Freude bringt, wo es ihm gelang ſeine Aeſte auszubreiten! Fr. Gerſtäcker.
Die Sprungfeder⸗Matratze.(Ein Capitel über das Schlafen.) Es iſt eine augenehme Sache, ſich in heißer Sommernacht auf eine Sprung feder Matratze zu werfen, denn es giebt kein kühleres Lager, als eine ſolche ohne Bedeckung mit anderen Betten. Aber eben dieſe Kühlung ſollte uns aufmerkſam machen, daß ein ſolches Lager den größten Theil des Jahres ohne Auflage von Betten oder gewöhnlichen Matratzen zu lalt für den menſchlichen Körper iſt. Schreiber dieſes hat ſchlinune Erfahrungen gemacht und will ſie mittheilen, um Andere aufmerkſam zu machen, welche vielleicht daſſelbe erfahren haben, aber die Urſache nicht erkannten.
Mit guten dicken Roßhaarmatratzen verſehen, hatte die Familie dieſe
—vorn in dem Vorcaſtle bei den Matroſen ein ſchwacher Grog


