Jahrgang 
49 (1868)
Seite
777
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So blühte dieBlume der Wildniß fort in der Stille, nicht ohne Auswüchſe, aber im Ganzen eine erfreuliche Erſchei⸗ nung. Ueber fünfzig Jahre wuchs Ephrata, dann bald nach dem Ableben Beißel's, der 1768 ſtarb begann es allmählich zurückzugehen.

Es kamen andere Zeiten und andere Menſchen. Die Ideen der letzten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts verdrängten das, was das ſiebzehnte bewegt hatte. Die Politik trat an die Stelle der Religion. In der Revolution gegen den engliſchen Druck erzeugte ſich rings um Ephrata ein neues Geſchlecht. Die Wild niß ferner wurde mehr gelichtet. Auf allen Seiten klärte es ſich auf, begann Weltluft zu wehen, und jetzt waren die Tage der ſtillen Gemeinde gezählt, zumal der Krieg die Gegend wiederholt heimſuchte und die Verfolgung ſich von Neuem regte.

Noch giebt es eine kleine Schaar, welche die Grundſätze der alten Siebenttäger feſthält und ſich regelmäßig am Sonnabend zum Gottesdienſte verſammelt. Aber ſie haben, wie mir ein würdiger alter Herr von der Gemeinde ſchrieb, nur noch die Formen, nicht den Geiſt und den Eifer ihrer Vorgänger, und es gilt in keiner Weiſe mehr von ihnen, was der berühmte Morgan Edwards einſt von den Leuten in Ephrata ſagte:Gott wird immer ein ſichtbares Volk auf Erden haben, und dieſe Deutſchen am Cocalico ſind gegenwärtig ſein Volk vor allen andern auf Erden.Ephrata ſo klagte jener alte Herr mit Pathos iſt gefallen, von der Gluth der Liebe verlaſſen, über alle Begriffe entartet. Ichabod iſt geſchrieben auf die Mauern von Zion.

Dagegen ſind andere Siebenttägergemeinden etwas beſſer gediehen, und zwar giebt es deren jetzt noch drei. Die eine wurde 1758 am Bermudian Creek in York County, etwa fünfzehn eng liſche Meilen von der Stadt York in Pennſylvanien, gegründet. Ich fand hier noch etwa dreißig Mitglieder, die aber ſeit vielen Jahren keinen Prediger hatten. Eine zweite, die 1763 in Bed

Rückblicke auf meine

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ford County entſtand, war günſtiger geſtellt und zählte ungefähr hundert Köpfe, die ſich einen reiſenden Geiſtlichen hielten, da ſie ſehr zerſtreut wohnten. Die wichtigſte Zweiggemeinde der Beiße lianer endlich befand ſich im Jahre 1856 zu Snowhill in Franklin County, wo ſie von zwei Aelteſten, Peter Lehmann und Andreas Snowberger, geleitet wurde und in Andreas Fahneſtock einen Prediger hatte. Die Einrichtung war hier ähnlich wie in Ephrata. Man⸗ feierte wie dort den Sabbath. Die Taufe wurde nur an Er wachſenen vollzogen, und zwar in einem Bache durch dreimaliges Untertauchen des Täuflings, der dabei im Waſſer kniete, nach vorn. Die Kinder wurden durch Handauflegung unter Segens ſprüchen in die Gemeinde aufgenommen. Jedermann hatte Zutritt zu ihrer Abendmahlsfeier und durfte an der Communion theil nehmen, gleichviel ob er zu der Geſellſchaft der Siebenttäger ge hörte oder nicht. Die Beichte war bei ihnen unbekannt. Ihr Geiſtlicher erhielt keinen feſten Gehalt, denn Paulus hatte das Evangelium umſonſt gepredigt. Indeß war dadurch nicht aus geſchloſſen, daß einzelne Mitglieder demſelben Geſchenke an Lebens mitteln, Waaren und ſelbſt Geld machten, und bei Amtsreiſen erſetzte ihm die Gemeinde aus öffentlichen Mitteln ſeine Auslagen.

Im Ganzen machten auch die Zweige der Stammkirche von Ephrata den Eindruck des Abſterbens. Es iſt eben auch für ſie die Zeit nicht mehr günſtig. Es gehört Urwaldsboden dazu, wenn religiöſe Gemeinſchaften gleich ihnen gedeihen ſollen, und Penn ſylvanien hat von ſolchem Boden nicht viel mehr aufzuweiſen. Auch ähnliche Secten friſten dieſſeit des Miſſiſſippi nur noch kümmerlich ihre Exiſtenz als ſolche. Nur unvollkommen erwehrt man ſich der Aufklärung, die durch alle Ritzen dringt. Viele thun nur der Form nach noch mit. Viele ſind reich geworden, und es iſt ſchwer für die Reichen, in das Himmelreich zu gehen wenigſtens auf dem Wege, der über Stationen wie das Wieder täuferkloſter am Cocalico führt,

theatraliſche Laufbahn.

Von Frauz Wallner. 2. Frühere Verhältniſſe.

Das Sonſt und Jetzt auf der Bretterwelt. Der Erſtes Engagement. Die Kremſer Bühne und ihr Perſonal. der Bühnendichter.Unſer Repertoire.

Unſere Garderobe. Krems. Theatraliſches Stillleben in Iſchl.

Nach Wiener⸗Neuſtadt!

Wenn man die Bühnenzuſtände früherer Zeiten mit den jetzigen vergleicht, ſo erſcheint heut zu Tage das deutſche Theater reich für ſeine Unterthanen ein wahres Utopien. Wie leicht kommt der nur halbwegs begabte Anfänger ſeit dem Beſtehen der Eiſenbahnen vorwärts, wie raſch erreicht er eine verhältniß mäßig enorme Bezahlung für ſeine meiſt ſehr beſcheidenen Leiſtungen! Beginne er ſeine Laufbahn im kleinſten, im beſcheidenſten Winkel⸗ der Bretterwelt, ſobald er ſich nur fingerhoch über die mittel mäßigſte Mittelmäßigkeit erhebt, fliegt ſein Ruf mit Dampfeseile in alle Theaterbureaux, und zehn Agenten fahnden nach dem neu aufgehenden Stern. Freilich hat dieſes ſtürmiſche Carrièremachen unſeren Nachwuchs todtgeſchlagen, es giebt eben keine Anfänger mehr, man beginnt das Haus beim Dachſtuhl zu bauen, und die fertigen Schauſpieler, die wahren Künſtler ſterben aus, ohne daß wir Hoffnung haben, ihren Platz durch ebenbürtige Nachfolger erſetzt zu ſehen. Oder ſind vielleicht Anſchütz, Coſtenoble, Wilhelmi, Devrient(Ludwig und Emil), Seydelmann u. ſ. w. erſetzt? Hat für einen von all' den heimgegangenen, wirklich großen Künſtlern ein würdiger Nachfolger die reiche Erbſchaft angetreten? Nein, und tauſendmal Nein! Wie viele deutſche Theater erfreuen ſich vollendeten Zuſammenſpiels? Auf den Nagel meines Daumens will ich ſie verzeichnen.

Wie mühſelig war dagegen früher der Weg des Anfängers! Wie mußte ich z. B. antichambriren bei dem damals allmächtigen in deſſen Bureau und in ſeinem prachtvollen Vohnhauſe mit dem großen ſchattigen Park neben der Carlskirche der Wieden, um ein paar empfehlende Zeilen an den Theater

t Wollanek zu erhalten! Damals theilten ſich drei Vermittler

Theaterkönig Bäuerle und ein Theater Agentenkleeblatt.

Zeiten, wo man nicht zu Nacht eſſen konnte Unſer Ruhm. Dasverſilberte Kaffeehaus Feuerige Löſung unſerer Contracte.

ien in die Geſchäfte. Adalbert Prix war der Bevollmäch Wiſeb⸗ und größeren Bühnen, ein jetzt auf ſeinen Lor⸗

K

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Herr Wollanel auf der Leimgrube. Schickſal des geiſtigen Eigenthums Der Wallner iſt auch ein Eſel! Der ſtille Abſchied von Director Eichwald mit derNachtrüſtung, Va banque!

Neſtroy's beeren ruhender, auf ſein Landhaus zurückgezogener conceſſionirter Agent beſorgte den Manuſeriptenverkauf, und Wollanel lieferte den kleinen Winkelbühnen ihre Opfer. Letztere waren damals auch das beſcheidene Ziel meines Strebens, und ſo erſchien ich denn mit meinem allmächtigen Bäuerle'ſchen Empfehlungsbrief bei Herrn Wollanek. Er war nicht leicht aufzuſinden geweſen: der Herr meines künftigen Geſchickes wohnte auf der Leimgrube, in dem, ominös genug, zur Bettlerſtiege genannten Hauſe, und hatte über einer der zahlloſen Hintertreppen im dunkelſten Winkel eines langen Flügels ſeinen Wohnſitz aufgeſchlagen. Ich hatte mir einen Mann, mit dieſer Würde bekleidet, ich hatte mir die Räume, in denen er thronte, ganz anders gedacht. In einer ſinſteren Kammer ſaß ein Mann und ein Weib, beide in einem mehr als beſcheidenen Coſtüme, beide mit rieſigen Rohrfedern Noten copi

rend. Auf meine Frage nach Herrn von Wollanel⸗ erhoben ſich der Mann und die Frau gleichzeitig und frugen um mein Begehr. Als ich dieſes ſchüchtern hervor geſtammelt, öffnete Herr Wollanel, dies war er ſelbſt, eine Seitenthür und hieß mich eintreten. Als Hauptzierde dieſes Geſchäftsſalons prunkte ein Sopha, das nach Verjagung von zwei Katzen einige ſehr bedenkliche Löcher zeigte. Mich auf Einladung meines neuen Gönners vorſichtig niederlaſſend, betrachtete ich mir dieſen genauer und bemerkte mit Entſetzen, daß ihm die Naſe fehlte. Mit einem demüthigen Hinweis auf den Brief von Bäuerle erklärte er mir, daß es mir bei ſolchen Em

pfehlungen nicht fehlen könne, ich müſſe meinen Weg beim Theater machen, wenn ich einen Protector habe, wie Herrn von Bäuerle; er wollte daher ſein Beſtes für mich thun. Dieſes Beſte war⸗ allerdings ſchlecht genug, es beſtand in einer Engagementsofferte nach Krems, wo der Senf von jeher beſſer war, als die Schau⸗ ſpieler.