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„Weil wir gerade Zeit haben,“ ſagte Frau Schulze, indem
„Es iſt allerdings angenehm,“ ſ
der Zeit liegt. Wie ſteht's mit den politiſchen Angelegenheiten, Arme ſtreckte. 1 Mutter? Iſt ſchon eine Entſcheidung getroffen?“ Günther zuckte die Achſeln.„Es wäre ſchlimm, wenn es Frau Schulze hatte einen raſchen Blick in das Blatt ge⸗ zum Widerſtande käme. Ich weiß zu gut, wie vollſtändig und 3 worfen, dann ließ ſie es mit einem Ausruf ſchmerzlicher Ueber⸗ ausgezeichnet wir in jeder Beziehung gerüſtet ſind; der Erfolg
4 raſchung wieder ſinken.„O mein Gott!“ ſagte ſie,„es iſt alſo wird zeigen, daß wir die Uebermacht haben. Was können da Staaten ausrichten, welche im Verhältniß um ſo viel kleiuer und
und Kurheſſen eingerückt.“ 4 wei n o ohne Weiter's? Und was haben und Blau net nehmen laſſen, und daß es uns au
1 — an die Sachſen und Heſſen gethan?“
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— Herausgeber Ernſt Keil.
—Auuſrrirtes Familienblatt.
Wöchentlich 1 ½ bis 2 Bogen. Vierteljährlich 15 Ngr.— In Heften à 5 Ngr.
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Süden und Norden. V Eine baieriſche Dorfgeſchichte von 1866. .. Von Herman Schmid. (Fortſetzung.)
Die Funkenhauſerin machte ſich emſig am Heerde zu ſchaffen,„Und kein Menſch hat ſich entgegengeſtellt?“ rief Ambros Frau Schulze hatte ſich auf den Rand deſſelben geſetzt, Günther wieder.„Kein Menſch hat ſich gewehrt? Sie haben ſich das und Ambros ſaßen einander gegenüber auf den Bänken der Hütte. ruhig gffallen laſſen?“ Ohne es zu zeigen, beobachteten ſie einander, und Keiner verließ
„Um Gotteswillen!“ rief jetzt die Funkenhauſerin, welcher die Stube, weil Jeder ſicher war, daß der Andere ſchnell einen der Kochlöffel entfallen war, und ſchlug die Hände über dem Vorwand ſinden würde, ihm zu folgen.
Kopſe zuſammen.„Alſo ſoll's wirklich Krieg geben, und der Krieg könnt' am End' wohl gar auch bis zu uns nach Baiern ſie ein Blatt aus der Taſche zog,„muß man doch ein wenig um- kommen, und da könnten die Preußen als Feind' zu uns kommen?“ ſehen, was in der Welt draußen geſchieht. Ich habe darum meine„Das iſt leider nicht unmöglich,“ ſagte Günther.„Bis jetzt Zeitung mitgenommen. Es iſt eben eine ſchwere, bedenkliche Zeit.“ ſteht Baiern bei den Gegnern von Preußen.“
„Ja wohl,“ rief die Bäuerin.„Drum iſt mir's auch am„Mein Gott, mein Gott!“ jammerte die Bäuerin wieder, liebſten, wenn ich von gar nix hör', und ich bin oft froh, daß ich„was ſoll denn daraus werden? Das kann ja doch net ſein! f mein' Hof leben kann und oft Wochen lang nip Der liebe Gott wird doch ein Einſehen haben, daß er uns vor
ſolchem Unglück bewahrt!“
ſſſo einſam auf me erfahr', was in der Welt g'ſchieht.“ „Ho,“ rief Ambros,„deswegen braucht die Frau Baſ' die ſchon was gut
ſagte Günther,„unter ſich ſo recht behaglich und zufrieden beiſammen leben zu können, und es Courag' net ſo g'ſchwind zu verlieren! Es is ſ iſt ein erklärlicher Wunſch, Alles fern zu halten, was ein ſolches dafür, daß die Preußen net zu uns kommen.”“ Glück ſtören könnte; allein da wir uns doch einmal nicht unter„Nun, und was denn?“ fragte Günther geſpannt. ſeine Glasglocke ſetzen und von der Luft abſperren können, müſſen„Unſere Fäuſt', Herr Günthex,“ entgegnete Ambros, indem wir wohl oder übel auch das mitnehmen, was eben in der Luft er aufſtand und mit nicht zu mißkennender Geberde ſeine kräftigen
machtloſer ſind? Man wird gut thun, es ſich zwei Mal zu über⸗ legen, ehe man es zum Widerſtande kommen läßt. Dieſe vielen Bundesfürſten rüſten ſollen, Preußen iſt darauf aus dem Bunde kleinen Staaten haben von jeher zu nichts Gutem geführt, und ausgetreten und hat ihn für aufgelöſt erklärt.“ das Volk befindet ſich am beſten, je größer das Land iſt, zu dem 4„Allerdings ſchlimme Nachrichten,“ ſagte Günther ernſt. es gehört. Was liegt auch am Ende daran, ob zu dem Weiß Das heißt mit Einem Worte: der Krieg iſt erklärt.“ in Euerer Farbe Schwarz zu ſtehen kommt oder Blau? Es „wLeider,“ rief Frau Schulze,„und er hat auch kommt am Ende auf Eins heraus.“
Die Preußen ſind ſchon am Tage darauf„Das verſteh' ich net ſo genau, Herr Günther,“ ſagte Ambros etwas derb;„aber das weiß ich, daß wir Baiern uns unſer Weiß ch kein. Menſch V nehmen kann. Schauen S hinauf auf'n Himmel! Der tragt
unſere Farben. Nehmen Sie ſ' runter, wenn Sie können!“ „Hm,“ entgegnete Günther ebenfalls etwas gereizt,„das iſt eine Redensart, ein recht hübſcher Einfall, der Dir alle Ehre macht, wenn Du ihn vielleicht in einem Deiner Schnaderhüpfeln
wirklich wahr!“ „Was denn?“ riefen Alle miteinander. „Der Bundestag in Frankfurt hat beſchloſſen, daß die
bereits be⸗ gonnen. in Sachſen „Was,“ ſagte Ambros,„ſ
8 Nichts,“ erwiderte Frau Schulze.„Sie waren überall un⸗ itet. Die Preußen ſind in Dresden ohne Schwertſtreich
B gen; in Caſſel haben ſie den Kurfürſten gefangen genom⸗ ) mit ſich weggeführt.“
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