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Marſtall und Dichteraſyl. im Directorialzimmer. Sterblichkeitsſtatiſtik und
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Die Geſchäftslocale der Lebensverſicherun Das tröſtliche, ſittliche und volkswi ihre arithmetiſchen Formeln.
— Ein Hingerichteter unter den Verſicherten.
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Jedem Fremden, der zum erſten N hofe durch die von freundlich Bahnhofſtraße der Sta jener Straße auf terraſſirter Höhe ſich erhebende Gebäude beſonders in die Augen fallen. hauenen Quadern aufgeführte ſei darüber belehrt d Mittelban mit ſeiner crenelirten Mauerkrone, Donjon die den Anlagen zugekel
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es Jedem, daß Herzog Ernſt von ſitzer ſei, während die ornamental Parthenon erinnernden Pferdeköpf des hindeuten. Es iſt der herzogliche N zur Wohnung für die Gäſte des Herzogs eingeräumt iſt. ſchen Poeten, die unter dieſem Dache funden, blieb es unbenommen, in weniger das Emblem des hö goriſchen Hinweis auf das( ſchlage der begeiſternde ſtrömte.
Der andere, ebenfalls von dem okergelben Felsquader des nahen Seeberges aufgeführte Nachbarbau giebt über ſeinen Eigner
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ſtattliche Langſeite mit ihrer Doppelreihe hoher ſpiegelnder Fenſter, die gar freundlich und klug dem Lichte draußen den Zugang er⸗ öffnen, läßt ebenſowenig auf den Wohnſitz irgend eines begüterten Privatmannes, wie auf einen fürſtlichen Reſidenzbau ſchließen. Es V iſt dem Ganzen unverkennbar der Charakter eines öffentlichen
. 2 2.——. und ſeinen Zweck eine weniger zuvorkommende Auskunft. Die
Zweckes aufgedrückt. Welches? Keine Inſchrift über dem Ein⸗ zange ſagt es uns, kein architektoniſches Ornament deutet darauf hin, daß dieſes Gebäude der Sitz der Gothaer Lebensver⸗ 3 ſicherungsbank iſt.
Ich ſetze voraus, daß Zweck und tuts im Allgemeinen bekannt ſind, wie Jedermann ja auch weiß, was er ſich unter einer Feuer⸗, See⸗, Fluß⸗, Hagel⸗, Spiegel⸗ ſcheiben- und ähnlicher Verſicherungsanſtalt zu. denken habe.
Meine Aufforderung an die Leſer, mir auf einer Wanderung durch die Burcaus jener Bank zu folgen, dürfte daher hie und da auf ein erklärliches Befremden ſtoßen. Welche intereſſante Unter⸗ haltung, welchen Gewinn für Anſchauung und Einbildungskraft können ſie ſich von einem ſolchen Gange durch eine Reihe von Geſchäftszimmern verſprechen? Muß ich doch ſelbſt geſtehen, daß ich monatelang eben ſo theilnahmlos an der Gothaiſchen Lebens⸗ verſicherungsbank vorübergegangen bin, wie ich Jahre lang gleich⸗ gültig an den Comptoirs der weltbekannten Millionärfirmen Salo⸗ mon Heine, John Henry Schröder und Gottlieb Jäniſch auf den großen Bleichen in Hamburg vorüberging...
Erſt als eine zufällige Veranlaſſung mich vor Kurzem in die
Organiſation dieſes Inſti⸗
e Veran Geſchäftslocale der erwähnten Bank führte und meiner angeregten Frageluſt von Seiten des Bankdirectors, des auf dem Gebiete volkswirthſchaftlicher Statiſtik als Autorität anerkannten Finanz rathes Hopf, jede gewünſchte Auskunft mit bereitwilliger Zuvor⸗ kommenheit ertheilt wurde, war es mir, als ob vor meinen Augen plötzlich von dem großartigen, ſinnreich conſtruirten Werke eines deuutſchen Bürgers die Hülle fiele. Wie wir oft erſt in der Werkſtäkte des Künſtlers das Kunſtwerk verſtehen, ſeine Meiſterſchaft und Be⸗ deutung würdigen lernen, ſo werden uns Laien bedeutungsvolle, voolkswirthſchaftliche Schöpfungen erſt verſtändlich, wenn es uns geſtattet iſt, aus räumlicher Nähe einen Blick in deren Getriebe zu werfen. Der Zauber einer großartig geregelten Thätigkeit zwingt uns zum Nachdenken über Dinge, die wir in der landläu⸗ figen Auffaſſung des Alltages als ſelbſtverſtändlich hinzunehmen pflegen. Wir ſehen, wie die anſcheinend maſchinenmäßige Ge⸗ ſchäftsmechanik mit materiellen und ſittlichen W en eingreift
s Werk eines deutſchen Bürgers.
Von Ludwig Walesrode.
gsbank, ihre Beamten und ihr unheimlicher Kunde. rthſchaftliche Moment der Police. Der Tod unter ſtrenger Controle.
Die ſtrategiſchen Karten der Bank.— Die Polizei der Lebensverſicherungsbank.
kale vom Gothaer Bahn⸗ en Landhäuſern und Gärten gebildete dt zuwandert, werden gewiß zwei am Ende ganz eſſen das eine von zierlich be⸗ eſtimmung es habe, en Fremden ein flüchtig prüfender Blick. Der wie ein eaſtellartiges orte Facçade hoch überragend, und das in Stein gemeißelte Wappen über dem Hauptportale ſagen Sachſen⸗Coburg⸗Gotha der Be⸗ angebrachten, an die Roſſe des eauf die Beſtimmung des Gebäu⸗ karſtall, deſſen Seitenflügel Deut⸗ oft gaſtfreundliche Pflege ge— dieſen ornamentalen Pferdeköpfen heren Sport zu ſehen, als den alle— Götterroß, unter deſſen wildem Huf⸗ Dichterquell dem Geſtein des Helikon ent⸗
II.
Die blauen Pappkaſten Die Rieſenziffern der Lebensverſicherungsbank. Die Zahlenverhältniß zwiſchen Todesurſachen und Lebens⸗
in das Leben des Individuums, der Familie, der Geſellſchaft. Wir werden uns mit der Wohlthat des Zweckes auch der Schwie⸗ rigkeiten und Hinderniſſe bewußt, denen zu begegnen neben dem Genie des Begründers es auch deſſen voller muthiger Hingebung an die ihm vorſchwebende Idee bedurfte.
Ich darf hoffen, daß der Leſer gern den Gewinn der Stunde mit mir theilt, die ich in der Gothaiſchen Lebensverſicherungsbank zugebracht.Hͤ———
Eine Flucht ineinander gehender, hoher, luftiger Zimmer, des Schmuckes freundlicher Wohnlichkeit entbehrend; aber die ſolid comfortable Einrichtung verräth, daß wir uns in den Geſchäfts⸗ räumen eines reichen, ſichern Hauſes befinden, in denen gar fleißige Leute arbeiten vom Morgen bis zum Abend. Aber freilich hat es dieſe Anſtalt auch mit einem gar eigenthümlichen Kunden zu thun, der ſich wenig um die Geſchäftsſtunde kümmert, V ſondern ungeſtüm jeder Zeit anpocht und ſeine fälligen Wechſel präſentirt. Und dieſer Kunde iſt Niemand anders als der Tod, der ein gar großes Conto auf der Bank hat. Um Leben und Sterben dreht ſich das„Soll und Haben“ der Bank. Wer ſieht dieſen freundlichen Bureaubeamten ihren ernſten Beruf an? Sie führen doppelte italieniſche Buchhaltung über das brechende Auge, den letzten Todesſeufzer der Sterbenden, pflichttreu, gleichgültig und kaltblütig, wie der Todtengräber Tag für Tag neuen An⸗ kömmlingen ihre letzte Ruheſtätte bereitet. „Er gräbt und ſchaufelt ſo lang er lebt“
Warum ſollte er nicht, ſein Pfeifchen ſchmauchend, ein luſtiges Lied ſingen, während er die friſche Erde aufwirft?
Gewohnte Arbeit— ſicheres Geſchäft.
Ein kunſtliebender König hätte die Locale der Lebensverſiche⸗ rungs⸗Bank wie ein Campo ſanto mit großen allegoriſchen Wand⸗ gemälden geſchmückt, mit ſo etwas von apokalyptiſchen Reitern oder einem Holbein'ſchen Todtentanz. letie und Dividende ſind leider weniger poetiſch. Wir ſehen hier an den Wänden nichts als Repoſitorien, dicht beſetzt mit Hauptbüchern, Manualen, Jour⸗ b nalen und was ſonſt zur kaufmänniſchen Buchführung gehört, im Arbeitszimmer des Directors gewahren wir ſogar ein großes Fach⸗ geſtell mit übereinander gereihten blauen Pappkaſten, die an ein Weißwaarenlager erinnern. Wo ringsum die Schauer des Todes uns anwehen ſollten, überall nüchternes Geſchäft, rundes, Zins erwerbendes Geld, gemüthloſe Zahlen.
Die Lebensverſicherungsbank iſt eben eine bürgerliche Schö Sie illuſtrirt den Ge
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pfung. danken ihres Begründers in ſtillen, wohl⸗ thätigen Wirkungen. Welch ein Zauber haftet nicht an einem ſo geſchäftstrockenen Document, wie eine Lebensverſicherungspolice! Iſt es doch, als ob aus derſelben ein letzter freudiger Lichtſtrahl in die Seele des ſterbenden Gatten und Familienvaters fiele, um ihm die ſchwere, angſtvolle Scheideſtunde zu erleichtern! Das ebbende Bewußtſein verklingt in dem tröſtlichen Gedanken, daß je⸗ nes Blatt Papier das Vermächtniß vorſorgender Liebe an die Theu⸗ ren enthalte, die in dem von ihrem Herzen geriſſenen Todten auch den Ernährer beweinen. Wie manche drückende Ehrenſchuld, wie mancher lang vertagte Tribut der Dankbarkeit wird mit dieſer An⸗ weiſung an die Caſſe der Lebensverſicherungsbank getilgt! viele Arme, die im ohnmächtigen Kampfe gegen Widerwärtigkeiten muthlos geſunken, werden wiederum zu friſcher, rühriger Arbeit gekräftigt, wie viele Thränen getrocknet, wie viele von gebleichte Wangen zu neuem Lebensmuthe geröthet durch die Hülfe, die den Lebenden gewiſſermaßen aus den Gräbern ihrer Todten, wie vom Jenſeits her, zufließt!
Ein volkswirthſchaftlicher Schriftſteller hat treffend behauptet, daß der Culturzuſtand der Nationen vergleichungsweiſe nach dem Quantum der verbrauchten Seife zu berechnen ſei. Hoffenklich aber iſt die Zeit nicht mehr gar zu fern, in welcher die Statiſtik den nationalen Wohlſtand und die glücklichen culturhiſtoriſchen Er⸗ gebniſſe, die, ſich an dieſen knüpfen„ nach den Summen berechnet
Wie
Kummer
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