wieder auf M. Liebe nicht ſagen?“
ſuth, Dir anzuſlehen:
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+ 0— fremd geweſen, ſprach ſie:„Schmach über Dich, der Du den Aus ſeinem Geſichte ſchwand die Farbe; Ingeborg lachte hell auf, Abweſenden verleumdeſt, um ſeine Stelle zu erringen! Schande verſtummte aber in der nächſten Secunde und fragte erſchrocken:
über Dich, der Du ihn der Untreue beſchuldigſt und Meineidigen machen möchteſt! Wo iſt jetzt das Erbtheil Eueres edeln Volksſtammes, Herr Larsſon, jenes Herz, das von keinem Falſch weiß, jenes Gewiſſen, das rein wie der Schnee iſt, und jene frieſiſche Ehre, die kein Flecken trübt? In Worten, in glatten, glänzenden Worten beſteht Euer Ruhm, edler Frieſe! Euere Thaten ſind ſchwarz, dunkel wie die Nacht, und darum fort von hier, mir aus den Augen für immer und ewig!“
Erich Larsſon war aufgeſprungen. Wie ein verwundeter Löwe ſtand er vor dem Mädchen— dem Kinde, und als ſie geendet, zeigten ihr ſeine flammenden Augen zu ihrem Entſetzen, was ſie im aufwallenden Zorne gethan.
mich zur„Biſt Du unwohl oder in der Dich, laß uns landen,“ ſetzte ſie
bleich.“
That ſo furchtſam? .„Du biſt todten⸗
ſeine Braut mit möglichſter Ruhe an und ſprach lächelnd:„Ich muß mein Wort ſchon brechen, zu beweiſen, daß ich weder furchtſam bin, einem bischen Wellenſchlag.“
Er ſteuerte weiter in's Meer, und ſie ließ es, in Gedanken verloren, geſchehen, denn ihr Blick hatte oben auf dem Kamm der Düne eine Geſtalt getroffen, die unbeweglich dort ſtand und ſich
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ſchattenlos war und der Geliebte noch keine Proben ſeiner Treue
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in ſcharfen dunkeln Umriſſen vom lichten Horizonte abhob, und ſchaute ſtarr nach ihr hin. Nach einigen Minuten war die Geſtalt verſchwunden. Sie war aber nicht gegangen. Den Blick auf das Meer geheftet, lag ſie auf ihren Knieen; doch kein Gebet, nur die Frage brach ſich Bahn über die bebenden Lippen:„Kannſt Du es zulaſſen in Deiner Gerechtigkeit, daß er triumphirt und ich leide?“
„Nanna, biſt Du das?“ fragte eine Dünen.„Was machſt Du dort?“
„Ich raſte ein wenig hier oben!“ entgegnete Nanna Hanſen ruhig und ſaß wirklich ruhig in einer Höhlung der Düne, als die Fragerin den wellenförmigen Hügel erkletterte. Auch ſie war eine unſerer Bekannten, eins der Seemannskinder, jene muntere Alf⸗ hilde, nun ſeit zwei Jahren die Frau eines Schiffscapitains und zwar die des Arnulf Braderöp von Föhr, den Nanna nicht erhört und der ſich mit Alfhilde getröſtet hatte.
„Erich!“ rief ſie bebend, kaum hörbar.
Er ſchreckte zuſammen.
„Verzeih!“ bat ſie innig und verſuchte
Wäre ihm die giftigſte Natter zu nahe gekommen, erſchrocke⸗ ner hätte er nicht zurückweichen können. Noch einmal ſah er ſie an, eine kurze, eine flüchtige Minute, ſah ſie an mit Augen, in denen eine Welt von Gefühlen und Gedanken, aber kein Blick von Verzeihung lag, dann wandte er ſich ab und hatte in der nächſten Secunde den Schauplatz ſeiner kurzen Schmach, den Ort, der einſt der Schauplatz all ſeiner Freuden geweſen, verlaſſen, verlaſſen auf immer.
„Erich! Erich!“ rief Ingeborg ihm vergebens, er kehrte nicht zurück!
ſeine Hand zu faſſen.
Stimme am Fuß der
flehend nach. Es war
Drei Jahre ſind vergangen. Es iſt ein heißer Sommertag„Wie kommſt Du nach Sylt?“ fragte Nanna. und über Sylt wölbt ſich der Himmel in wolkenloſer Bläue.„Um dieſen Schatz,
dieſen prächtigen Knaben endlich meiner Die Luft iſt ſchwül, wie ſie die Inſel ſelten kennt. Von der Sieh ihn Dir an, dies Wunder von Ge⸗ Küſte ſtößt ein kleines Boot ab, in dem rudernd zwei Perſonen ſitzen. Sie ſchaukeln auf den nur leicht bewegten Wogen des Meeres, welches das reine Blau des Himmels wiederſpiegelt. himmert das weiße Segel in der Sonne und an der Spitze anken Maſtes flattert ein purpurrothes Wimpel. So gleitet
vas Schiffchen dahin, der Meeresküſte entlang. Die Beiden, die ihr Leben dieſem ſchwankenden Fahrzeug und ihrer ſchwachen Kraft anvertraut, reden mit einander und ſcheinen den duftigen Wol⸗ kenſchleier nicht zu bemerken, der jetzt im fernen Weſten, über dem Meere wie aus den Wogen aufſteigt, das Blau des Himmels und das Blau des Waſſers in ſchmalem Bande durchſchneidend.
„Gott ſei Dank, Ingeborg!“ ruft der Mann im Boote aus,„nun iſt's endlich wie einſt, der Verbannte hat zurückkehren dürfen und Du biſt ihm von Neuem geſchenkt; aber furchtbar, ent⸗ ſetzlich war dieſe Zeit, dieſe Trennung von Dir!“..
Der leichte Schatten, der über dem einſt ſo ſonnigen Antlitze Ingeborg's lag, wurde dunkler.
„Laſſen wir die Vergangenheit ruhen, haſtig,„leben wir einzig der Gegenwart! und Himmel ſind.“
„Licht! Licht wie unſer Leben ſein wird, wenn Du Geliebte nun endlich ganz die Meine biſt!“
Ihr Ruder ſchlug raſcher und heftiger in die und der Stoß trieb ſie weiter ab von der Küſte. „Halten wir uns näher am Lande!“ rief der mit deutlich erkennbarer Beſorgniß.
„Fürchteſt Du Dich?“ fragte ſie ernſt und richtete das blaue Auge feſt auf ihn. 1
„Fürchten?“ wiederholte er lachend, wenn auch ein wenig gezwungen,„o nein! ich habe blos Deiner Tante feſt verſprochen, uns nicht von der Küſte zu entfernen, im Fall Peterſen nicht mit uns fahre. Wir ſind allein, und darum muß ich mein Wort halten.“
Was war's für ein Lächeln, das jetzt Ingeborg's Mund um⸗ ſpielte? Verſchieden, ach ganz verſchieden von jenem ſüßen„jenem lieben und unſchuldigen Lächeln, das einſt die vollen Lippen kräuſelte, das wir an jenem Tage an ihr kennen lernten, wo ihr Glück
Mutter zu zeigen. ſchöpfchen!“
Sie legte bei den Worten ein ſchlafendes Kind in Nanna's chooß, wiſchte ſich den Schweiß von der Stirn, nahm neben ihr Platz und ſagte ernſt:„Ich war bei Larsſons. Gott, wie krank die arme Frau iſt! Der alte Knud meinte, ſie erlebe den Abend nicht.“
„Sahſt Du Erich?“
„Ja, und wie er drein ſchaut! dazu verfallen, daß man ihn für eine Leiche halten könnte, tobte er nicht ſo wild umher.“
„Sein ganzes Herz hängt an der Mutter, Alfhilde, an dieſer armen Mutter, die ihren Sohn drei volle Jahre nicht geſehen.“
„Sein ganzes? Höre, Nanna, ich glaube, was Erich Larsſon von Herz beſitzt, und Alle ſagen, viel ſei das nicht, hängt an Ingeborg Fordenſkiöld.“
„Wer Erich Larsſon das Herz abſpricht, verſteht ſich wenig auf's Urtheilen. Wir, wir, Alfhilde, die wir ihn kennen, ſeit den Kinder⸗ tagen, wiſſen beſſer, was hinter ſeiner rauhen Außenſeite ver⸗ borgen ſchlägt. Wie kommſt Du übrigens auf den Unverſtand zu denken, daß er Ingeborg liebt?“
„Weil ich ihn eben, wie Du ſagſt, ſeit den Kindertagen kenne; weil ich weiß, wie ſehr er ſich gegen ſonſt verändert hat.“
Nanna beugte ſich auf das Kind herab und ſagte ernſt:„Ich denke, Du irrſt!“ leiſe hinzuſetzend:„faſt glaub' ich, er haßt ſie!“
„Irren?“ rief Alfhilde,„nein, Nanna, ſein Großvater denkt's auch, er ſagt ſogar, dieſe Liebe habe Erich ganz verdreht gemacht, habe ihm die tolle Idee in den Kopf geſetzt, zu den Preußen überzugehen und Soldat zu werden, jetzt wo gerade ſein Onkel geſtorben war und ihn zum alleinigen Erben ſeines Ver⸗ mögens eingeſetzt hatte.“
„Nun eben, weil er Geld hatte, wollte: Kaufmann war er nie gern; ging von jeher ſtets ſein Streben.“
„Aber der Grund, Nanna, der Grund, der ihn bewogen..“
„Wird kein anderer ſein, als daß Erich hofft und denkt, mit den Preußen noch einmal gegen Dänemark in's Feld zu ziehen und für die Rechte Schleswig⸗Holſteins zu kämgien.“
„So!“ ſprach die junge Frau gedehnt,„Knuüd Larsſon meint, es ſei einzig Hochmuth. Erich habe Oscar Fordenſtiöld immer um ſeine glänzende Uniform beneidet und habe daſſelbe werden wollen, was der iſt.“
„Gott bewahr ihn, das zu werden, was Zener iſt! Uebrigens ſcheint Kund Larsſon bei Din von ſeiner Schweigſamkeit abzu⸗
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Oscar,“ entgegnete ſie Sieh, wie ſchön Meer
blaue Fluth,
junge Mann
konnte er thun, was er Soldat oder Seemann, dahin
abgelegt hatte! Die ſtarke Anſtrengung Oscar's, das Boot in die Linie
zielte das
falſe
entheil, weil er in der Aufregung Steuer und Ruder
—
Ich bitte
Der Verlobte wollte um jeden Preis ſeine Ehre retten. Er blickte
um der muthigen Ingeborg nur
hhte. Sie ſchnellten eine Strecke weiter in's Meer hinaus weichen und Dir volles Vertrauen zu ſcheiten.“


