Jahrgang 
4 (1865)
Seite
57
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Friedrich Hecker wurde durch den unglücklichen Ausgang der erſten Schilderhebung in Baden und noch mehr durch die ſchänd⸗ lichen Verleumdungen, welche die Reaction über ihn ergoß, auf's Tiefſte erſchüttert. Er verlor den Glauben an die Sache der Frei⸗ heit, und der Gedanke der Auswanderung nach Amerika, welcher ihm ſchon früher nicht fremd geweſen war, ſetzte ſich in ſeiner Seele immer feſter. Vergebens bekämpften viele Geſinnungsge⸗ noſſen denſelben. Auch mir gelang es nicht, den Freund und Kampfgefährten in Deutſchland zurückzuhalten. Er fuhr über den Ocean, doch nur um nach Europa zurückzukehren, nachdem im Mai 1849 das badiſche Volk ſich neuerdings erhoben hatte. Leider kam er zu ſpät, um an dem Freiheitskampfe Theil nehmen zu können. Seine Rückkehr bewies aber deutlich, daß die Sache der Freiheit jederzeit auf ihn rechnen könne.

Das Nämliche hat auch Hecker's ſechszehnjähriges Leben in den

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welcher alle Männer der Freiheit durch die Wahl Buchanan's traf, ſo wurde dieſe doch unweigerlich anerkannt. Buchanan ergriff zur beſtimmten Zeit das Steuerruder der Union, führte daſſelbe aber nicht zum Beſten der Freiheit, ſondern im Intereſſe der Sclaverei. Der Norden, weit entfernt ſich dadurch entmuthigen zu laſſen, ſetzte den ſüdlichen Sclavenhaltern und den mit dieſen verbündeten Re⸗ gierungsbeamten einen um deſto kräftigeren Widerſtand entgegen. An den Wahlen des Jahres 1860 nahm Friedrich Hecker wiederum zu Gunſten der Freiheit Theil. Dieſes Mal trug Abraham Lincoln, der Candidat der Freiheitlichen, der ſogenannten republi⸗ kaniſchen Partei, den Sieg davon. Der Süden folgte nicht dem Beiſpiele, das ihm der Norden vier Jahre früher gegeben hatte. Weit entfernt, die verfaſſungsmäßige Wahl Abraham Lincoln's an⸗ zuerkennen, griff er zu den Waffen. So entzündete ſich jener furchtbare Bürgerkrieg, welcher, ungeachtet aller Fortſchritte der Vereinigten Staaten Amerikas bekundet. Jenſeits, wie dieſſeits nördlichen Waffen, doch zur Zeit(Anfangs 1865) noch nicht voll⸗ des Oceans war er immer einer der Erſten in den unblutigen und ſtändig beendigt werden konnte. in den blutigen Kämpfen der Freiheit. In Amerika, wie früher Wie in Europa, ſo auch in Amerika, begnügte ſich Hecker in Europa, obgleich durch weite Strecken getrennt, ſtanden wir nicht damit, für die Freiheit zu ſprechen. Im entſcheidenden Augen⸗ immer auf derſelben Seite. Ohne uns verabredet zu haben, wirk⸗ blicke zog er im Weſten des Oceans, wie zuvor im Oſten deſſel⸗ ten wir im Jahre 1856 für die Wahl Fremont's und gegen die⸗ ben, das Schwert für die Sache der Freiheit. Gleich beim Beginn jenige Buchanan's, 1860 für die Wahl Lincoln's. Zu derſelben des Bürgerkrieges wurde er von einem Regimente des Staates Zeit zog Hecker im Weſten und ich im Oſten aus, um mit dem Allinois, deſſen Bürger er geworden war, zum Oberſten erwählt. Schwerte in der Hand für die Aufrechthaltung der Union und Er erlebte jedoch wenig Freude in demſelben und ſah ſich veranlaßt, gegen die Herrſchaft der Sclaverei zu kämpfen. ſein Commando niederzulegen. Kurz darauf wurde er aber von ſeiner Ankunft in Amerika wandte ſich Hecker dem einem anderen Regimente deſſelben Staates, dem zweiundachtzigſten,

Gleich nach ſ Weſten zu. Er ließ ſich nieder ſoweit als möglich von den Ge⸗ zum Oberſten erwählt und nahm die Stelle an. Es war am ſtaden des atlantiſchen Meeres, ohne in das Gebiet der Sclaverei 26. November 1862, als ich ihn zu Fairfax in Virginien, un⸗ eintreten zu müſſen. An der Grenze des Sclavenſtaates Miſſouri, weit Waſhington, an der Spitze ſeines Regimentes wiederſah. doch im freien Staate Illinois, in der Grafſchaft Saint Clair, Außer uns Beiden befand ſich auch Franz Sigel in Fairfax. zu Lebanon, erwarb er einen anſehnlichen Grundbeſitz, mit deſſen Wie ſehr hatten ſich unſere Verhältniſſe ſeit den Tagen ver⸗ Anbau er ſich beſchäftigte. andert, als wir im April 1848 im badiſchen Oberlande die

Die Arbeiten eines Landmannes konnten indeß Hecker's Herz V Fahne der Freiheit entfaltet hatten! Franz Sigel war General⸗ nicht ausfüllen. Wohl hatte ſeine treue Gattin ihn über das Meer major der Vereinigten Staaten geworden und befehligte ein ganzes begleitet und ſtand ihm hülfreich zur Seite; eine zahlreiche Kinder⸗ Armeeccorps. In Europa waren wir im Kampfe mit den beſtehen⸗ ſchaar belebte das Hausweſen des deutſchen Freiheitskämpfers. An den Gewalten geweſen, in Amerika ſtanden wir auf der Seite der Arbeit fehlte es ihm nicht inmitten einer ſo landreichen, aber V verfaſſungsmäßigen Behörden. Da und dort way und Lrieb aber menſchenarmen Gegend. Alles Dies aber genügte einem Hecker die Freiheit das Ziel, nach welchem wir ſtrebten. Ich hatte da⸗ mals den Entſchluß gefaßt, nach Europa zurückzukehren. Wir Kinder und lampft für die Freiheit. V trennten uns mit den Worten, die ich dem Freunde Hecker zurief:

Nach achtzähriger Trennung trafen wir im Herbſte 1856Auf Wiederſehen im alten Vaterlande! wieder zuſammen. In dem größten Saale der Stadt New⸗York, Im Frühjahre 1863 nahm Friedrich Hecker Theil an der in der Muſikakademie, hielten die Deutſchen eine Verſammlung zu V blutigen Schlacht von Chancellorsville, in welcher er ſchwer ver⸗ Gunſten der Erwählung Fremont's. Damals galt es, in fried⸗ wundet wurde. Aus dem Brief, den er mir, während er noch licher Weiſe am Stimmkaſten den Uebergriffen der ſüdlichen Sela⸗ darniederlag, von ſeinem Krankenbette aus ſchrieb, theile ich folgende venhalter entgegenzutreten. Fremont wurde als Bannerträger der Stelle mit:

Freiheit hochgeprieſen, nachdem er zuvor den Pfad über die Felſen⸗Da das zweiundachtzigſte Regiment erhöht ſtand, ſo konnte gebirge nach der Südſee gefunden und ſich dadurch den Namen ich Alles überſehen. Meine Leute ſtanden wie Felſen und des Pfadfinders erworben hatte. Allein Fremont trug nicht den feuerten unabläſſig, obwohl wir in einem furchtbaren Hagel⸗ Sieg davon. Buchanan wurde gewählt. Unter ſeiner Verwaltung ſturm von Spitzkugeln, Granaten, Vollkugeln, Caſeſhots und konnten die Südländer den Krieg ungeſtört vorbereiten, der nun Spitzgeſchoſſen gezogener Kanonen ſtanden. Ich ritt beſtändig unter ſchon im vierten Jahre die Union zerfleiſcckt. Ob, falls Fremont den Leuten hin und her, und obgleich mein Rock wie ein Sieb auf den Präſidentenſtuhl erhoben, der Kampf mit dem Süden ver⸗ durchlöchert iſt, blieb ich unberührt. Nun wollte ich mit dem mieden worden wäre, iſt ungewiß. Die Stellung, welche Fremont Bajonnete vorſtürmen, um, wenn auch mit furchtbaren Opfern, in neueſter Zeit eingenommen hat, begründet mannigfaltige Zweifel den Feind aufzuhalten, nahm die Fahne auf's Pferd und rief: über deſſen Charakterfeſtigkeit. Dem ſei wie ihm wolle, im JahreHurrah, charge Bajonnet! Die eute ſtanden, ich rief ihnen 1856 ſchaarten ſich um ihn alle freiheitlichen Elemente der Verei⸗ zu, ihre Fahne und ihren alten Oberſt nicht im Stiche zu laſſen. nigten Staaten Nordamerikas. Sie ſtanden und feuerten, aber zum Bajonnet⸗Angriff waren ſie

Die Verſammlung der Deutſchen in der Muſikakademie zu nicht zu bewegen, und eigentlich hatten ſie Recht. Was ich au New⸗York hatte einen glänzenden Erfolg. Sie trug viel dazu bei, Feinden ſchätzte, die auf uns anſtürmten, ſo waren es über fünſ⸗ die Deutſchen nicht blos in New⸗York, ſondern auch in allen undzwanzigtauſend Mann. Soldaten ſind dieſe Rebellen, ſie kamen übrigen Staaten der Union über den wirklichen Stand der politi⸗ wie Bienenſchwärme rückſichtslos für ihr Leben(in ihren Cantinen ſchen Streitfragen aufzuklären und feſtzuſtellen, daß mit ſehr fand man Whiskey und Pulver). Ihre Artillerie handhabten ſie wenigen Ausnahmen alle diejenigen Deutſchen, welche in Europa prächtig. Kaum bemerkten ſie den Widerſtand, den mein und das

einhundertſiebenundfünfzigſte New⸗Yorker Regiment leiſteten, ſo fuhren ſie gegenüber zwei Batterieen auf und ſiien Zinan höchſt

Während Hecker auf ſeiner Rundreiſe durch die Vereinigten unanſtändigen Hagel von Projectilen auf un welden, iſt leider nicht Staaten begriffen war, empfing er die Nachricht, daß ſein Wohn⸗ Als ich nun die Fahne dem Fähearakter, ein treffliches Herz 4 in dentſchen Un 3

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