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Frauen und Töchter im Hauſe verloren gehen; aber als Regel kann man annehmen, daß nicht ſowohl die Conſumtion der Seife, wie Pückler⸗Muskau ſagte, als vielmehr der Verbrauch der Näh⸗ und Stecknadeln(wie überhaupt der Metalle zu productiven, nicht militäriſchen, Werkzeugen) den Culturmeſſer oder, um ein neues Wort dafür zu riskiren,„Civiliſationometer“ eines Volkes abgiebt. Leider ſchließen die Statiſtiker, wahrſcheinlich aus Furcht vor den ungeheueren Zahlen, die ſich mit den Nadeln ſelbſt in's Maßloſe und Unendliche verlieren, den Nadelverbrauch von ihren Tabellen aus, ſo daß man bis jetzt kein Volk mit dieſer meiner Culturelle meſſen kann.—,
Daß ein ſo unentbehrlicher und täglich gebrauchter Artikel, wie die Nähnadel, überall in civiliſirten Ländern fabricirt wird, verſteht ſich von ſelbſt. Die Haupterzeugungsorte ſind aber Eng⸗ land und Deutſchland geworden und geblieben. Jede Frau weiß, daß die beſten Nähnadeln aus Aachen oder aus Redditch in Eng⸗ land kommen, nur daß die meiſten noch ſich beim Einkauf von dem Aberglauben beſtimmen laſſen, wirklich gute Nadeln könnten nur in einer engliſchen Etikette ſtecken. Dies iſt einer von den vielen induſtriellen Irrthümern, durch welche ſich Deutſchland nicht nur ſelbſt entwürdigt, ſondern auch materiell um unendliche Sum⸗ men Geldes ſelbſt betrügt, inſofern, nach Goethe, Niemand betro⸗ gen wird, ſondern Jeder dies ſelbſt beſorgt, um mit dieſen Opfern die Molochs der Unwiſſenheit oder des Vorurtheils zu mäſten, Ungeheuer, die mehr koſten, als die Erziehung zweier Kinder in jeder Familie, wo ſie eben herrſchen.
Im Allgemeinen kann man nach dem Urtheil Sachverſtändiger annehmen, daß trotz der neueren Nadelfabriken in Frankreich, Oeſterreich, Belgien, Rußland und in Deutſchland zu Iſerlohn, Altena, Schwabach, Nürnberg u. ſ. w. doch ziemlich neun Zehntel aller Nadeln aus den Fabriken Aachens und Englands bezogen werden. Der deutſche Irrthum liegt hier beſonders in dem Wahne, daß engliſche Nadeln doch immer noch beſſer ſeien, als Aachener, während es längſt eine ausgemachte Sache iſt, daß Aachen gleich gute Nadeln zu viel niedrigeren Preiſen liefert, als England, ſo daß es die Concurrenz des letzteren in faſt allen Welttheilen viel weiter üherwunden hat, als juſt im Vaterlande, wo einheimiſche
nadeln nbch immer das Schickſal einheimiſcher Propheten haben.
Bind Nadeln allein wären! Das koſtſpielige Vorur⸗
rrſcht in Deutſchland durch eine ganze Menge von Ver⸗ brauchs⸗ und Luxusartikeln mit einer Macht und Hartnäckigkeit, daß einheimiſche Artikel entweder mit einer ausländiſchen, beſon⸗ ders engliſchen, Firma und Etikette verſehen oder thatſächlich erſt in’s Ausland geſchickt werden, um ſich, durch doppelte Fracht und
Zoll und Veranſchlagung des Vorurtheils doppelt vertheuert, als
ausländiſche Waare importiren zu laſſen. Letzteres geſchieht ſeit längerer Zeit mit Aachener Nadeln, ſo daß man ſie als engliſche mindeſtens doppelt ſo theuer bezahlt, wie dieſelbe Nummer, dieſelbe Baälut genau die Zwillingsſchweſter, als Aachener. In Eng⸗ land werden jetzt jährlich Hunderttauſende von Groß Faber⸗Blei⸗ ſtifte Groß= zwölf Dutzend) ohne irgend eine Signatur ein⸗ geführt, dort mit dem Zeichen einer engliſchen Firma geſtempelt, und als angliſche in England für den drei⸗ bis fünffachen Preis derkauft.
Waareys veſſer, als ausländiſche. Dieſelben engliſirten Faber⸗ Bleiſt⸗. müſſen aber auch dem deutſchen Vorurtheil dienen und
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Menge 1 Phrſtelna haben.
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werden hier das Stück zu fünf Silbergroſchen verkauft, während 4 genun derſelbe Bleiſtift als ehrlicher Faber überall für einen Silber⸗ ſchen zu haben iſt. Doch bleiben wir bei den Nadeln. Die Vorzüge der Aachener Ind anderen deutſchen Nadeln beruhen auf ganz beſtimmten Vervoll⸗ kommnungen in der ziemlich umſtändlichen und verwickelten Fabri⸗
5 So einfach die Nadel ausſieht, muß ſie doch durch eine Proceſſe und Fegfeuer hindurch, von denen wir kaum eine Etwas davon wird uns bei Schilderung der zweren Vervöllkommnungen klar werden. Die Nadeln ſind ur⸗ Gußſtahl). Dieſer wird
ſprünglich Stückchen Draht(meiſt von zuerſt in ſchweren Ringen gewunden, dann gerade gerichtet und geſchnitten. Letzteres geſchah, wie jetzt noch in England, mit Nicht⸗ kandeln, Richthaſpeln und Handſcheeren, alſo mit der Hand. Dieſe wird jetzt in Aachen(und in andern Fabriken Deutſchlands) durch
Pinfache, praktiſche Richt- und Schneidemaſchine erſetzt
weil man im national⸗eiteln England glaubt, engliſche
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Die Maſchine arbeitet mer als ier Handſcheeren, zu denen vier Hände gehörten. Außerden raun —=
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ein einziger Arbeiter gleichzeitig drei Schneide⸗ und Richtmaſchinen bedienen, die alle ſelbſt arbeiten, und zwar mit mathematiſcher Ge⸗ nauigkeit, welche von der menſchlichen Hand nicht erreicht wird.
Die geſchnittenen Drahtſtückchen(Schaften) werden im Feuer gerichtet, d. h. zu je Tauſenden in je zwei Eiſenringe geſpannt, geglüht und unter ſchweren Gewichten ſo lange gerollt, bis ſie durch gegenſeitige Reibung und Preſſung alle ſchnurgerade gewor⸗ den ſind.
Nun kommen die Schaften in die zweite deutſche Erſindung für dieſe Fabrikation, in die Schleifmaſchine, die außer bedeuten⸗ der Erſparung von Menſchenarbeit noch den großen geſundheit⸗ lichen Vortheil hat, daß ſie den furchtbaren Schleifſtaub nur je einem Arbeiter in weit geringerer Gefahr etwas nahe bringt, wo früher vier Arbeiter mitten darin ſitzen mußte Ein einziger Mann beaufſichtigt jetzt drei bis vier Schleifmaſchinen, die er alſo
nicht immer dicht vor Augen und Naſe zu haben braucht, während
früher Menſchenhände die Arbeit der Maſchine verrichten mußten.
Aus dieſer Maſchine gehen auf beiden Seiten ſpitzgeſchliffene Schaften hervor, jeder von doppelter Länge der künftigen Nadel. Dieſe Schaften werden nun in der Stampfmaſchine geprägt. Dieſelbe preßt ihnen Buchſtaben, Firma, Zeichen, beſonders aber die Furche oder Fohre ein, innerhalb welcher hernach das Auge oder Ohr (Oehr) eingeſtochen werden ſoll, und verdünnt zugleich den Punkt für dieſe Durchſtechung, wodurch letztere Operation ſehr erleichtert wird. Nun wird den blinden Nadeln vermittelſt der Stechma⸗ ſchine(von unten nach oben durchgetriebenen Stiften) der Staar geſtochen. Sie haben damit Augen, aber noch uneultivirte, die
noch einer ſorgfältigen Feile und Abrundung bedürfen. Erſt aber
müſſen die durch Prägen entſtandenen Rauhheiten vermittelſt der ebenfalls deutſchen Erfindung der Feilmaſchine beſeitigt werden. Dieſe iſt noch ziemlich neu und noch das Eigenthum weniger Fa⸗ briken. Sie thut mit mehreren hundert Nadeln auf einmal und raſch und leicht, was ohne ſie Menſchenhände langſam, zeitraubend und ungenauer beſorgen. Die Maſchine beſteht weſentlich aus einer Zange und einem dampfgetriebenen Schleifſteine, über welchen die in die Zange geſpannte große Menge Nadeln nur eben leicht hinſtreicht, um ſich von ihren Rauhheiten befreien zu laſſen. Bisher ſind die ſo behandelten Schaften noch Doppelnadeln, an ihren ſtumpfen Seiten zuſammenhängend, aber an der zu durchbrechenden Stelle beim Stampfen ſchon eingedünnt, ſo daß ſie ſich leicht mit der Hand jede in zwei gleiche Nadeln zerbrechen laſſen. Die Rauhheiten des Bruches werden durch Handfeilen ge⸗ glättet und gerundet. Jetzt gilt es, die noch weichen Stahlſtückchen zu härten. Dies geſchieht in einem Härtekaſten über einem ruhigen Feuer, wo ſie bis zu einem gewiſſen Grade geglüht und dann raſch in Oel oder Thran abgekühlt werden. Um ſie nun auch elaſtiſch zu machen(die weſentliche gute Eigenſchaft), werden ſie meiſt in Thran geſotten. Nach ſo vielen Fegfeuern der Stoffver⸗ edelung haben wir immer noch eine völlig unbrauchbare, rauhe, ſchmutzige Nadel, die noch einer gründlichen Wäſche und Politur bedarf. So wichtig und zeitraubend dies iſt, muß ſie doch dieſen Läuterungsproceß nach dem Grundſatze:„eine Hand wäſcht die andere“, weſentlich ſelbſt collegialiſch beſorgen und zwar in ſoge⸗ nannten Scheuermaſchinen. Man bindet zu dieſem Zweck je mehrere hunderttauſend Stück zuſammen, ſchichtet ſie zwiſchen kleinen Kie⸗ ſelſteinen, Schmirgel, Oel, Seife u. ſ. w. auf bankartigen Ma⸗ ſchinen über und neben einander und pollt ſie zwiſchen ſchweren Platten ununterbrochen in kurzen Bewegungen nach vor⸗ und rück⸗ wärts. Dies dauert in der Regel mindeſtens acht Tage, indem man mit jedem Morgen die Bündel öffnet, die Nadelmaſſen in Seifenlauge von allem losgeſcheuerten Schmutz reinigt, ſie wieder zu neuen Bündeln vereinigt und die Operationen mit immer feiner werdendem Putzmaterial wiederholt, bis ſie glänzend und glatt aus dieſer langen, gründlichen Wäſche hervorgehen. Die Nadeln ſind dann endlich fertig. Gute und feine Sorten werden aber auch dann noch vielfach verfeinert und verbeſſert; namentlich wird auch der ſogenannte Kopf auf einem zarten Schleifſteine abgeglättet, das Auge glatt ausgerundet und die ganze Politur auf ledernen, mit Polirſtoff beſtrichenen Spindeln vollendet, reſp. gebläut. Noch
beſſere Sorten werden wohl auch um die Köpfe herum elek⸗
triſch vergoldet, oder durch leichtes Umglühen bronzirt, wobei die Grube unter dem Auge eine hübſche, tiefblaue Färbung annimmt.
Da nun aber jeder Handelsartikel, beſonders für Damen billiger Weiſe in ein lockendes Kaufgewand gekleidet werden muß⸗ 4
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