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Illuſtrirtes famiſienbſatt.— Herausgeber Ernſt Keil.
Der Richter.
Nach brieflichen Mittheilungen.
Von J. D. H. Temme.
(Fortſetzung.)
3. Auf der Spur.
Gegen Ende des Monats December in demſelben Jahre er- ſchien bei dem Dirigenten eines Juſtizamtes im nordweſtlichen Deutſchland ein Fremder, der ſich als Polizeibeamter eines mittel⸗ deutſchen Staates auswies. Er überreichte dem Juſtizamtmann ein offenes Schreiben ſeines Miniſteriums, worin ſämmtliche Ge⸗ richts⸗ und Polizeibehörden des In⸗ und Auslandes erſucht wur⸗ den, ihm in Ermittelung und Verfolgung eines ſchweren Verbre⸗ chers jede dienſtſame rechtliche Hülfe zu leiſten.
„Nicht wahr, in Ihrem Gerichtsbezirke liegt das dem Frei⸗= herrn von Bergen gehörende Gut Freienſtein?“ begann der fremde Polizeirath.
„Eine Meile von hier.“
„In welchem Rufe ſteht die Familie des Beſitzers?“
Der Juſtizamtmann hörte verwundert auf bei der Frage. „Die freiherrliche Familie von Bergen zählt zu den älteſten angeſehenſten Adelsgeſchlechtern des Landes.“
„Sie iſt auch reich?“. „Der Freiherr beſitzt außer Freienſtein, das eigentlich eine Herrſchaft iſt, noch mindeſtens ein halbes Dutzend der größten Gü⸗ ter in der Provinz.“
„Er hat einen Sohn?“
Jä.*
„In welchem Alter?“
„Er wird zwei⸗ oder dreiundzwanzig Jahre alt ſein.“
„Hat er noch mehrere Kinder?“
„Nur eine Enkelin, das einzige Kind ſeiner früh verſtorbenen Tochter. Auch der Vater ſtarb früh. Die Waiſe lebt bei ihrem Großvater.“
„In welchem Alter ſteht der von ihm?⸗
„Er iſt ſehr alt; er muß im Anfange der achtziger Jahre ſein; ubrigens iſt er als der ſtolzeſte und ſtreugſte Ariſtokrat be⸗ kannt.“
„Sie kennen den Vornamen des Sohnes?“
„Nein.“
„Was ſpricht man von deſſen Charakter?“.
„Ich habe nichts darüber gehört. Ich entſinne mich blos, ein- mal vernommen zu haben, der junge Freiherr ſei erſt ſeit kurzer Zeit nach Hauſe zurückgekehrt, nachdem er mehrere Jahre auf Rei⸗ ſen zugebracht habe.“
„Der Sohn iſt alſo gegenwärtig auf dem Gute?“
und
Freiherr, und was ſpricht man
„Ich vermuthe; gewiß weiß ich es nicht.“
Der Polizeirath war mit ſeinen Fragen zu Ende. Er erzählte nun dem Gerichtsbeamten die vor etwa zwei Monaten ſtattgehabten Vorgänge in der Buchhauſer Linde, die Reſultatloſig⸗ keit der angeſtellten Unterſuchungen und Nachforſchungen. Dann fuhr er fort:„So war der Stand der Sache bis vorgeſtern. Da ereignete ſich Folgendes. In demſelben vorſtädtiſchen Gaſthofe je⸗ ner Provinzſtadt, in welchem die erſte Spur des Verbrechers und ſeines Opfers aufgefunden war, in welchem Beide die Nacht vor dem Morde zugebracht hatten, kehrte am vorgeſtrigen Abend ein Fremder ein. An der Wirthstafel brachten andere Fremde das Geſpräch auf den geheimnißvollen Mord. Der fremde Reiſende, der noch nicht von ihm wußte, hörte mit Intereſſe zu.
„Der Mörder hatte mit der Ermordeten in der Nacht vorher bei Ihnen logirt?“ fragte einer der Gäſte den Wirth.
Der Wirth bejahete.
„Wie hatte er ſich doch genannt?“
„Bormann aus Hamburg.“
Der fremde Reiſende ſtutzte. weiter zu.
‚Der Menſch hatte viel Geld bei ſich?“ fragten die Gäſte den Wirth.
Der Wirth beſtätigte.
‚Und die Dame ſoll ſehr ſchön geweſen ſein?“
‚Bildſchön und blutjung.“
Als das Geſpräch zu Ende war, nahm der Reiſende den Wirth auf die Seite. Er ließ ſich noch einmal Alles erzäh⸗ len, die Geſtalt des Mörders und der Ermordeten beſchreiben, den Namen Bormann wiederholen. Dann fuhr er noch in derſelben Nacht mit dem Schnellzuge der Eiſenbahn zur Reſidenz, kam dort geſtern Morgen an, begab ſich ſofort zu dem Polizeiminiſter und theilte dieſem Folgendes mit:
Er war ein Edelmann aus Curland, gegenwärtig auf der Rücktehr in die Heimath begriffen und war ſeit mehreren Jahren abweſend geweſen, theils in Italien, theils in der Schweiz und im ſüdlichen Deutſchland. Ende April und Anfang Mai dieſes Jah⸗ res hatte er ſich einige Wochen in Friedrichshafen am Bodenſee aufgehalten, wo er, ein Freund von Naturſchönheiten, oft kleine Ausflüge in die Nachbarſchaft gemacht hatte. So war er auch in ein Dorf, Namens Schönthal, gekommen, in einer reizenden Schlucht unweit vom See gelegen. t See hatte ihn an einem ebenſo reizenden Landhauſe vorüber ge⸗
Aber er ſagte nichts, er hörte
Der Weg von der Schlucht nach dem


