Jahrgang 
13 (1865)
Seite
197
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Geſchäftsträgern der Mächte verzeihe ich die Falſchheit der Berichte, die ſie beſtändig über mich erſtattet. Einigen Franzoſen, denen ich Gelegenheit gehabt hatte nützlich zu ſein, verzeihe ich die Verleum⸗ dung, womit ſie mich überhäuft haben, um mir ihren Dank zu bezahlen; ich verzeihe denen, die dieſer Verleumdung ohne Unter⸗ ſuchung Glauben beigemeſſen haben, und ich hoffe ein wenig im Andenken meiner theuern Landsleute zu leben. Ich danke allen denen, die mich umgeben, gleichwie meinen Dienern für ihre guten Dienſte, und ich hoffe, daß ſie mein Andenken nicht vergeſſen werden.

Der Prinz hatte ſeine Mutter zärtlich geliebt; ſein Schmerz aber blieb ſtill und in ſich gekehrt. Ueberall war ihr Bewunderung, Achtung und Liebe gefolgt; ſie bildete in der Schweiz den Mittelpunkt einer großen Wohlthätigkeits⸗Geſellſchaft und gewann möglicherweiſe durch ihre Verbindung mit den Napoleoniden weniger, als ſie dadurch verlor. Louis Napoleon betheiligte ſich jetzt mehr als früher am öffentlichen Leben der Schweiz, lehnte aber Stellen im großen Rath ꝛc. ab. Auf ſein Thurgauiſches Bürger⸗ recht ſchien er einen Werth zu legen, was die Behörden der Schweiz veranlaßte, ſich ſeiner thätig anzunehmen. Der ſonſt ſo ſchlaue und berechnende König der Franzoſen hatte die Un⸗ klugheit begangen, die Ausweiſung des Prinzen aus der Schweiz zu fordern. Dadurch legte er dieſem eine ungeheure Wichtigkeit bei in den Augen der Napoleoniſten und Frankreichs, lenkte die Aufmerkſamkeit auf ihn und machte ihn zu einem politiſchen Märtyrer. Wie ein Mann ſtand die Schweiz in Waffen auf zur Vertheidigung ihres Bürgers, und es hatte ganz den Anſchein, als ob die Angelegenheit auf blutigem Wege entſchieden werden ſollte, als plötzlich der Prinz der ganzen Sache eine andere Wendung gab. Am Nachmittage des 21. Septembers 1837 zeigte er dem Präſidenten des kleinen Raths zu Frauenfeld, Landammann An⸗ derwert, perſönlich ſeinen Entſchluß an, die Schweiz nicht in die Nothwendigkeit zu verſetzen, ſeinetwegen Krieg zu führen, indem

ldolliſche Gadetober Nachmittags um halb drei Uhr traf der

u dem wie 2kzehn Equipagen bis an die Barriere begleitet, in üheußt kin, wo er im Gaſthof zum Adler einſtieg. Von da Jaus fun er um fünf Uhr Abends mit Poſtpferden wieder ab. Sein

f er demen Schutz ſeinen Dank ausſprach.

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er Freund Cerelle ſaß allein bei ihm in ſeinem Reiſewagen; in einem

welpndern filgte ſein Arzt Conneau und ſein Kammerdiener Carl Thelin. Eine dumpfe Stille herrſchte beim Einſteigen unter den iit n umſthenden Zuſchauern aus Mitgefühl über ſein Schickſal, und elder Schrerz, einen ſo werthen Nachbar zu verlieren, ſprach ſich ein Ferkenbar aus. Die Reiſe ging über Stuttgart, Mainz, blenz, Töln, Weſel und Rotterdam nach England.

Der nun verwaiſte Arenenberg blieb bis zum Mai 1843 im 1* des Prinzen, wurde aber in dieſem Jahr mit dem Inventar⸗ r Eimt Gütern und Wäldern an einen Herrn Keller aus Sachſen alun uft. Im Jahr 1855 erwarb ihn der Kaiſer wieder, mit Aus⸗

es Waldes, den Herr Keller behielt. Das Oekonomiege⸗ bäude, welches dem Zerfallen nahe war, wurde in der nämlichen Weiſe wieder feſter und dauernder aufgebaut und die innere Einrichtung des Schloſſes durch neue Tapeten von ganz gleicher Zeichnung und Farbe

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ſuchen, ſo finden wir trotz des vielen Schönen dennoch die intereſſanteſten und koſtbarſten Stücke nicht mehr. Sd fehlt z. B. der pracht⸗ volle Gobelin mit dem Bilde Kaiſer Napoleon's I. zu Pferde, dem einige Grenadiere eine Fahne überreichen, einem der g lungenſten Portraits deſſelben. Er befindet ſich jetzt im Invaliden aus zu Paris. Ebenſo mangeln das herrliche Bild Napoleon's auf der Brücke von Lodi von Gros, die Marmor⸗Bildſäule der Kaiſerin Joſephine von Canova, die Büſten der Königin Hortenſe und ihres in Italien verſtorbenen Sohnes Napoleon, des Prinzen Eugen, ein Mercur, eine Mediceiſche Venus ꝛc, aus carariſchem Marmor, was Alles nach Paris kam.

Nichts deſto weniger iſt der Beſuch dieſer hiſtoriſchen Stätte ſehr lohnend. Im Vorraume grüßen uns ſechs Portraits von ägyptiſchen Scheiks, welche dem Kaiſer Napoleon I. Beſuche ab⸗ ſtatteten. Im Empfangszimmer ſehen wir das große Portrait der Königin Hortenſe vom Maler Cottreau, der manche Jahre auf dem Arenenberge verweilte, in ſehr ſonderbarer Beleuchtung Mond⸗ und Lampenlicht. Ihm gegenüber hängt vom gleichen Maler der Prinz, ſeinen andaluſiſchen Hengſt im Schnee an der Hand zum Arenenberg führend es iſt das Bild, welches die eine der beigegebenen Illuſtrationen wiedergiebt und außerdem an den Wänden die Portraits von Joſeph Bonaparte, Eugen Beauharnais und drei Kindern deſſelben, ſammt einem Bilde der zwei jüngſten Kinder der Hortenſe. Im Bibliothekzimmer befinden ſich Por⸗ traits der Kaiſerin Joſephine in ganzer Figur, des Generals Beauharnais, des Grafen Taſcher de la Pagerie und Murat's ꝛc.

Eine Wendelſtiege führt zu dem im erſten Stock gelegenen Sterbezimmer der Königin, welches früher beſchrieben wurde. Der Eintritt in daſſelbe kann nur gegen einen Erlaubnißſchein ſei⸗ ten des Adminiſtrators Ammann in Tägerweilen erlangt werden. Die Wände find mit Damaſttapeten bekleidet, weiße Verzierung auf gelbem Grunde. Die Möbel, zwei Commoden mit goldenen

wie die urſprünglichen erſetzt. Wenn wir jetzt den Arenenberg be⸗

Verzierungen und einem großen Blumenſtrauß auf Porcellan ge⸗ malt, erregen ein wehmüthiges Gefühl im Beſchauer, denn ſie ge⸗ hörten einſt der Gemahlin Ludwig's XVI, der unglücklichen Königin Antoinette, die auch im Tode ſein Schickſal theilte. Eine betende Frau von Fräulein Marie Ellenrieder in Conſtanz und ein Bild, welches den jetzigen Kaiſer Napoleon und ſeinen ältern Bruder als Cherubim darſtellt, vollendet die Ausſchmückung des kleinen Zimmers. Das in einer Niſche ſtehende Bett iſt das nämliche, in welchem die Königin ſtarb. In dem anſtoßenden Cabinetchen beſchauen wir das Portrait der Kaiſerin Joſephine, die in eine ſchöne Gegend hinausſieht und das von Hortenſe ſelbſt gemalte Bildniß der liebenswürdigen Madame de Broc. Dieſelbe ver⸗ unglückte am 10. Juni 1813 vor den Augen der Königin, als ſie den Waſſerfall von Greſy in Savoyen beſuchte, in welchen ſie hin unterſtürzte und ertrank.

Der Kaiſer ließ ſeiner Mutter in der Capelle auf Arenen⸗ berg von Bartolini in Florenz im Jahr 1845 ein Grabmal aus Alabaſter ſetzen. Hortenſe iſt knieend dargeſtellt, mit zum Gebet gefalteten Händen. Die ganze Capelle ſtimmt, klein wie ſie iſt, zur Andacht und Erhebung, im Einklang übrigens mit einer gewiſ⸗ ſen ſüßen Melancholie, die den ganzen Ort umweht.

Das eheimniß

des Indianers.

Nach Mittheilungen eines deutſch⸗amerikaniſchen Arztes. (Schluß.)

Auf den ſteilen Höhen angelangt, auf denen ſich die Silbermine befänd, ſuchte Tawanka die Mündung des Schachtes auf und überzeugte ſich bei dem erſten Blick, daß hier ſeit ſeiner letzten An⸗ veſenheit etwas vorgegangen ſei. Er ſah eine Menge zerſchlage⸗ en Erzes umherliegen und fand auch zwiſchen dem Geſtrüpp die lerkzeuge, welche Jones dagelaſſen hatte, weil er ſich nicht damit Rtte belaſten wollen. Anfänglich wollte er ſeine Nachforſchungen auch im Innern der Mine fortſetzen, doch ſtand er nach einigem Nachſinnen davon ab, da es ihm nur darauf ankam, jede Spur des Einganges wie überhaupt die ganze Localität vollkommen un⸗ kenntlich zu machen. Er war feſt entſchloſſen, den verrätheriſchen Yankee, der außer ihm ſelbſt der einzige Mann nach Werner's Tode war, welcher um das Geheimniß wußte, aufzuſuchen und unter

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allen Umſtänden zu tödten, die Inſel zu beſuchen; Mittheilungen über das

ſich in einem ſolchen Laby⸗ rinthe von Klippen und nackten Felsſchluchten zurechtfinden würden. an das Werk und ſing damit welche auf dem ſonſt baumloſen Plateau als Merkzeichen hätte dienen können, in Brand harzreichen Steumm 1 bis auf die Wmeiben ſüe fundenen Nihren Sobn 3

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