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Die eifrigſten und regſamſten, aber, wie angedeutet, nicht die beſten Freunde hat der Herzog und das ſpecifiſche Schleswig⸗ Holſteinerthum, d. h. der offne und ungeſchminkte Particularismus zu dem ſich der erlauchte Herr ſelbſt wohl kaum bekennt) in Ditmarſchen, wo ein Beſuch, den Sereniſſimus im vorigen Früh⸗ jahr den holſteiniſchen Marſchleuten abſtattete, viel gewirkt hat,
die Gemüther zu gewinnen.
Anderswo, vorzüglich in den Städten, blüht die echte dickhäutige Schleswig⸗Holſteinerei nur ſporadiſch. Am wenigſten will ſie im Herzogthum Schleswig gedeihen. Am breiteſten macht ſich das Kraut in einigen, aber nicht den gewählteſten Kreiſen Kiels und Altonas, unter dem Pfahlbürgerthum und gewiſſen ehrlichen alten Herren, welche der Meinung ſind, daß in Schleswig⸗Holſtein der
Muſtermenſch wohnt, eine Meinung, die, von der deutſchen Preſſe Doch iſt
großgezogen, ſelbſt manchen klügern Kopf verblendet.
auch hier die Majorität des unverſtändigen und nutzloſen Lärmens gegen die gerechten Anſprüche Preußens müde, und beſonders unter
der Kaufmannſchaft ſind Viele, die dem Himmel von Herzen danken würden, wenn es endlich zu einem Ausgleich zwiſchen dem von
den Wünſchen eines großen Theils der Bevöllerung getragnen Rechte des Herzogs und dem Intereſſe der norddeutſchen Groß⸗ macht kommen wollte. Nur die Damenwelt demonſtrirt hyperloyal und macht ſich dabei— mit Erlaubniß ſei es geſagt— bisweilen
recht unbequem. Im Uebrigen wird der Hauptſpectakel von einigen rührigen und durch ihre Lautheit über ihre Zahl täuſchenden
Pſeudopolitikern beſorgt, die ſich Demokraten nennen laſſen, aber allerſeltſamſter Weiſe von einer Unterthanentreue überfließen, wie man ſie unter franzöſiſchen Legitimiſten nicht ſchwärmeriſcher antrifft. Sie haben dabei einen Theil der Bauern auch außer Ditmarſchen zur Seite, die ſich theils haben einreden laſſen, ihre dem Herzog geleiſtete Huldigung vertrüge ſich nicht mit Nachgiebigkeit gegen die preußiſchen Anſprüche, theils ſich vor dem Anſchluß fürchten,
weil er ihre Söhne unter preußiſcher Fahne nach Orten im innern
Deutſchland bringen könnte, wo ſie nicht mehr ſo leicht wie in Rendsburg, Schleswig oder Kiel die Sendungen vorſorglicher Mutterliebe an Mettwurſt und Schinken erreichen würden.
Nach dieſer nothwendigen Abſchweifung kehren wir nach Kiel zurück, um noch ein paar Worte über die Umgebung des Herzogs Friedrich und einige hier wohnende hervorragende Parteiführer, die zu derſelben in mehr oder minder naher Beziehung ſtehen, zu ſagen.
Nicht weit von dem kleinen hübſchen Hauſe mit dem ſteiner⸗ nen ſchleswig⸗-holſteiniſchen Wappen an der Front, welches der Herzog früher in der Stadt bewohnte und wo er jetzt täglich auf einige Stunden ſein Abſteigequartier nimmt, an der Ecke der Friedrichsſtraße und des Sophienblatts, ſteht ein zweiſtöckiges, fünf Fenſter in der Breite zählendes Gebäude mit einem rothen Thor⸗ weg—„das auswärtige Amt“— wie man bisweilen ſagen hört, die Wohnung und das Bureau Geheimrath Samwer's, des erſten Rathgebers und Geſchäftsführers Herzog Friedrich's, wie wir uns ausdrücken wollen. Einige Häuſer weiter das Sophienblatt hinauf wohnt der Obergerichsrath Otto Jenſen, unter den Bun⸗ descommiſſären Mitglied der holſteiniſchen Landesregierung und nebenbei von dem Herzog mit den Geſchäften des Departements des Innern für beide Herzogthümer betraut. In der Mitte der Friedrichsſtraße, dem herzoglichen Hauſe ſchräg gegenüber, befindet ſich das Bureau des Kriegsminiſteriums, deſſen Vorſtand Oberſt Duplat iſt, welches indeß jetzt eben nicht mehr viel zu bedeuten haben möchte. Der Chef des Finanzdepartements, Staatsrath Francke, endlich hat ſein Comptoir etwas weiter hinauf auf der andern Seite derſelben Straße.
Samwer iſt die Seele der ganzen bisherigen Politik des
Herzogs. Was erreicht worden, iſt ſein Verdienſt, was gefehlt Ob die Laſt das Verdienſt überwiegt, bedarf einer längeren Unterſuchung, die wir hier nicht anſtellen können. Es genüge zu ſagen, daß es Viele im Lande giebt, welche dieſe Frage bejahen. Er ſoll vor dem 15. November 1863 ent⸗ ſchieden kleindeutſch geweſen ſein. Jetzt iſt ſeine politiſche Farbe
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V ſo ſchwer zu beſtimmen, daß wir es vorziehen, ihn als vor Allem auguſtenburgiſch zu bezeichnen. Sonſt iſt Samwer ein höchſt talentvoller, nur zu ſehr mit kleinen Mitteln rechnender Kopf und ein Charakter, der trotz mancher liebenswürdigen Eigenſchaft durch eine ſtets hervortretende Neigung, auszuweichen und um die Ecke zu biegen, wenig Behagen und in Berlin ſowie unter der entſchieden nationalen Partei im Lande ſelbſt noch weniger Ver⸗ trauen erweckt.
Seiner Herkunft nach iſt Geheimrath Samwer ein Schles⸗
wiger; er wurde 1818 in Eckernförde geboren, wo ſein Vater Ad⸗ vocat war. In der Stadt Schleswig unter den Augen ſeiner früh verwittweten Mutter erzogen, ſtudirte er auf mehreren deutſchen Hochſchulen Jurisprudenz, war dann eine Zeit lang Sach⸗ walter in Neumünſter, zeichnete ſich vor der Erhebung 1848 durch verſchiedene mit Sachkunde und Scharfſinn verfaßte ſtaatsrechtliche Schriften in Betreff der Erbfolge in Schleswig⸗Holſtein aus, be⸗ theiligte ſich als hervorragendſtes Talent unter den Agenten des Herzogs von Auguſtenburg an den Vorbereitungen und dem Gang dieſer Erhebung und trat, nachdem dieſelbe geſcheitert, in die Dienſte des Herzogs Ernſt von Coburg⸗Gotha, in denen er ſich vorzüg⸗ lich diplomatiſchen Geſchäften widmete. Staatsrath Francke, 1805 in Schleswig geboren, bis zur Kopenhagener Märzrevolution Director der ſchleswigsholſteiniſchen Angelegenheiten im Generalzollkammer- und Commerzcollegium der däniſchen Monarchie, dann Bevollmächtigter der proviſoriſchen Re⸗ gierung der Herzogthümer bei der deutſchen Centralgewalt, ſpäter Chef des Departements der Finanzen, nach 1851 Regierungspräſi⸗ dent in Coburg, gilt für einen tüchtigen Finanzmann und Ver⸗ waltungsbeamten, hat indeß unſeres Wiſſens in Kiel nur wenig Kenntniß von dem, was vorgeht, und, wie allgemein behauptet wird, ſo gut wie gar keinen Einfluß auf die Entſchlüſſe des Her⸗ zogs Friedrich. Seine politiſche Geſinnung tritt nicht ſtark hervor und würde ſich, wie man meint, jeder Löſung der jetzt der Ent⸗ ſcheidung entgegengehenden Frage, wenn ſie nicht gerade den Herzog ausſchlöſſe, gleich bereitwillig anbequemen.
Otto Jenſen, ein Altersgenoſſe Samwer's und dieſem eng befreundet, iſt ein eifriger Particulariſt und Gegner jedes Anſchluſſes an Preußen. Im Uebrigen ohne Bedeutung, dürfte er ſeine Stelle am Kieler Hofe wohl nur als alter Anhänger des Hauſes Auguſten⸗ burg eingenommen haben.
D berſt Duplat, ein ältlicher Herr von liebenswürdigen Ma⸗
nieren, war urſprünglich däniſcher, dann ſchleswig⸗holſteiniſcher Officier, ſpäter in Hamburg Inhaber eines Knabenpenſionats. Wohl die angenehmſte Erſcheinung in der Umgebung des Herzogs, ſoll er zugleich ein reſpectables Organiſationstalent im Militär⸗ fach ſein.
In Samwer's Bureau arbeiten Profeſſor Hänel und Dr. Carl Lorentzen, jener großdeutſch, dieſer, wie man ſagt, gemäßigt preußiſch geſinnt, jener von Geburt ein Sachſe, dieſer ein Holſteiner und früher Redacteur eines preußiſchen Regierungsblattes der neuen Aera, dann Mitarbeiter an der„Nationalzeitung“. In anderer Weiſe, namentlich als Vermittler Samwerſcher Abſichten an die ſchleswig-⸗holſteiniſchen Vereine, ſind Dr. Steindorf, Bankier Ahle⸗ mann, Profeſſor Forchhammer und Kaufmann Lange in Kiel, ge⸗ mäßigte Particulariſten, und die ſtrengen Particulariſten demo⸗ kratiſcher Färbung von Neergaard, Maack und Dr. Weber thätig. Die entſchiedene Anſchlußpartei, die in Auguſt Römer und Louis Reventlow ihre Führer ſieht, zählt in Kiel mehr Anhänger, als man nach ihrem ſtillen Verhalten meinen ſollte. In der Umge⸗ bung des Herzogs iſt ſie nicht vertreten, wohl aber in den Kreiſen der Univerſität und der höheren Bürgerſchaft, und ſie wird ſicher mit jedem Monat des Proviſoriums wachſen— hoffentlich nicht zu ſpät wird man ſich auch auf dem Sophienblatt offen und ein⸗ mal ohne Hinterthür für ſie erklären. Es mag weh thun, ge⸗ wiſſen Hoffnungen zu entſagen; es mag ſchwer ſein, die Geiſter, die man durch ſeine Agitation gerufen, zu bannen; aber nur auf dieſem Wege gelangt man von Düſternbrook nach Schloß Gottorf.
Im Rerker Monte⸗Chriſto's und der eiſernen Maske.
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