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erſcheinen einzelne Boote, und einige Minuten ſpäter iſt der ganze Jagdzug, das Wild ſowohl wie die Verfolger, vor dem Eingange des Hafens angelangt. Hier wird einige Augenblicke Raſt gehalten. Die rieſigen Fiſche ſchwimmen noch ſorglos innerhalb des von ihren Verfolgern gebildeten Halbkreiſes hin und wieder, während die Boote ihre Reihen zum Angriff ordnen, die in der Hitze der Ver folgung entſtandenen Lücken wieder ausfüllen und ihre Lanzen, zwei an jedem Ende der vorn und hinten ſpitzen Boote, in Bereit ſchaft ſetzen. Einzelne Boote bekunden, durch eine am Hintertheil auf einer Stange angebrachte Flagge, daß ſie einen ſogenannten „Grindeformand“, d. h. einen für dieſe Jagden durch Wahl auf je drei Jahre ernannten Anführer an Bord haben, fahren geſchäftig hin und her, treſfen ihre Anordnungen und ertheilen Befehle. Endlich ſind alle Vorbereitungen beendigt, und in raſchem, gleich mäßigem Tempo bewegt die vordere Reihe der Angreifer ſich wie der auf den Grind zu, durch erneuertes Steinwerfen, Rufen und Aufſchlagen der Ruder einen Höllenlärm erregend, um die num zu beiden Seiten vom Lande eingeſchloſſene Heerde an den Strand zu jagen, während die beiden äußeren Linien langſam nachfolgen, um bei einem etwa verſuchten Durchbruch der Fiſche ſie noch auf halten zu können.
Durch den Lärm erſchreckt, eilen in raſcher Fahrt ihrem Verhängniß entgegen, unter betäubendem Lärm von ihren Drängern hart verfolgt, bis der Vortrab der Heerde etwa nur einen Flintenſchuß weit vom Ende des Hafens entfernt iſt. Da ſchießt plötzlich aus der Reihe der Verfolger ein Boot zfeilſchanſt hervor, auf die Nachhut der ge ängſteten Ungethüme zu, und die im Vorderende mit den Lanzen bereitſtehenden Fiſcher ſhleudern dieſe mit großer Gewandtheit, Kraft und Präciſion auf einen der Nachzügler und verwunden ihn möglichſt nahe am Schwanze, wo die meiſten Gefühlsnerven liegen. Sich ſelbſt ſuchen ſie in ehrerbietiger Entfernung von dieſer furchtbaren Waffe zu halten, während ſie gleichzeitig die Lanzen mittels der am Schafte befeſtigten Leinen zurückziehen, um den Angriff zu erneuern. Ein langer Blutſtreif färbt ſofort die klare Fluth, das verwundete Thier bäumt ſich vor Schmerz. Mit dem gewaltigen Schweife peitſcht es das Waſſer unter donnerähn lichem Getöſe zu Schaum, ſtürzt ſich auf ſeine nächſten Came raden und reißt dieſe in wilder Flucht mit fort, während jetzt Boot auf Boot aus der Reihe hervorgleitet und die Lanzen ſo nachdrücklich gebraucht, daß das durch die raſende Schnelligkeit und die ungeſtümen Bewegungen der flüchtenden Thiere ſowohl wie durch die raſchen Schläge der Hunderte von Rudern in milchweißen Schaum verwandelte Waſſer bald wie ein Blutmeer erſcheint.
In einem Nu iſt die kurze Strecke bis zum Strande zu rückgelegt; die geängſteten Ungethüme beachten in der Haſt ihrer Flucht nicht die Nähe deſſelben und mühen ſich zu ſpät, umzu⸗ kehren, denn bei der augenblicklichen Stockung fließt der durch die reißende Fahrt beim Heranſtürmen der Heerde gleich einer Ueber ſchwemmung mitgeführte Waſſerſchwall zurück. Etwa die Hälfte der Thiere iſt wehrlos gefangen, auf dem Sande feſtgebannt und der Gnade der am Lande Stehenden anheim gegeben, deren activer Antheil an der Affaire jetzt beginnt, indem ſowohl Männer wie Frauen ſich ſogleich über ihre Opfer hermachen. Mit ihren langen, haarſcharfen Meſſern durchſchneiden ſie theils den Speck am Nacken, hinter dem Blaſeloche, um dann das Rückenmark zu durchſtechen, theils ſchlagen ſie die vorerwähnten eiſernen Haken in die weiter draußen liegenden Fiſche ein, um ſie mittels der an denſelben be⸗ feſtigten Leinen mit vereinten Kräften weiter auſ's Trockene zu ſchleppen und für neue Ankömmlinge Platz zu machen. Dabei waten ſie oft bis an die Arme in Blut und Waſſer.
Mittlerweile ſind die Ueberbleibſel der Heerde umgekehrt, ſtürzen ſich, von paniſchem Schrecken erfaßt, gegen die Boote und ſuchen, unter die vordere Reihe durchtauchend, dem Geſchick ihrer Gefährten zu entfliehen, allein umſonſt, denn durch Furcht und Schmerz betäubt, raſtlos und wegen der Trübung des aufgerührten, mit Sand, Schlamm und Blut untermiſchten Waſſers außer Stande, länger um ſich zu ſehen, werden ſie bald von den weiter in der See poſtirten Booten zurückgetrieben und auf's Neue umzingelt, und nun beginnt ein ſolches Gemetzel, daß bald der ganze Hafen mit Blut gefüllt erſcheint und Walfiſche und Boote, in wirrem Knäuel durcheinanderwogend, von Schaum und Blut umziſcht, ſich eaum unterſcheiden laſſen. Die gehetzten Thiere, aus unzähligen
Hunden blutend und raſend vor Angſt und Schmerz, ſchießen
die armen Schlachtopfer
Nr. 7.
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planlos nach allen Richtungen umher, um der überall drohenden Gefahr auszuweichen; ſie ſind in Schaumwolken eingehüllt und ſpritzen Schaum und Blut hoch empor, während das Waſſer, durch die ungeſtüme Bewegung aufgeregt, ſeine blutigen Wellen mit dem Getöſe einer ſtarken Brandung gegen das Ufer ſchleudert. Da zwiſchen bilden das Schnauben und Stöhnen der verwundeten Thiere, das Rufen, Jauchzen und Brüllen der erhitzten Verfolger, das Krachen der zuſammenſtoßenden Boote im Verein eine Scene, die man ſehen und erleben muß, um ſich von derſelben einen Be⸗ griff machen zu können, da alle Schilderungen weit hinter der Wirklichkeit zurückbleiben. Dort rennt ein Walſiſch in ſeiner un⸗ geſtümen Eile den Kopf durch die Planken eines Bootes, daß die ſes, krachend und berſtend, ſich augenblicklich mit Waſſer füllt und die Inſaſſen deſſelben kopfüber in ein unfreiwilliges Bad expedirt, aus welchem ſie indeß von den herbeieilenden Cameraden unver weilt wieder herausgezogen werden. Hier ſchlägt die Mannſchaft ond Bootes ihren Haken in einen Walfiſch, der ſich unvorſichtig zu nahe herangewagt hat, zieht ihn feſt an die Seite des Bootes hinan und macht ihm mit dem Meſſer das Garaus, während das Opfer im letzten ohnmächtigen Rettungsverſuche das Fahrzeug eine Strecke fertſchlendt und das Waſſer peitſcht, bis eine dichte Wolke von Waſſerſtaub die Scene unſerm Anblick entzieht. Endlich wer den die Anſtrengungen des bereits rſehſpiten Ungethüms ſchwächer, noch ein gewaltiges Aufbäumen das Meſſer des gewandten und erfahrenen Fiſchers hat den Weg zum Lebensnerv gefunden und der nun plötzlich regungsloſe Kämpe wird an's Land bugſirt. Weiterhin ſpringt ein gewandter Burſche, in der Aufregung des Augenblicks keine Gefahr achtend, aus einem Boote und einem vorbeiſchwimmenden Wallfiſche rittlings auf den Rücken, das blutige Meſſer zwiſchen den Zähnen, mit welchem er den Nacken ſeines neumodiſchen Reitpferdes bearbeitet, bis der Koloß, im Todes⸗ kampfe um ſich ſchlagend und ſeinen tollkühnen Reiter mit Blut und Waſſer überſpritzend, an's Ufer rennt und beim Anprall das ſchon halb durchſchnittene Genick bricht, während der kühne Reiter ſein verendetes Schlachtopfer verläßt und lachend und ſich ſchüttelnd
an's Land watet. Ein anderes Boot hat ſeinen Haken in dem Leibe eines der Rieſen begraben, allein dieſer iſt nur wenig verwundet und noch zu kräftig. Alle Anſtrengungen, um das Thier an's Boot hinanzuziehen, ſind erfolglos; mit reißender Schnelligkeit brauſt es wie eine Locomotive mit dem Fahrzeug dahin, während Alles aus dem Wege eilt, um nicht t überrannt zu werden; plötzlich kommt noch ein Boot, ſogar von einem Doppel⸗
in fliegender Eile dahergeſauſt; hoch ſchäumt Bug empor, und augenſcheinlich müſſen beide Boote, wenn ſie die jetzige Richtung einhalten, da wo ſich ihre Bahnen kreuzen, zuſammenſtoßen. An ein venken der wilden Roſſe iſt nicht zu denken und die Lage der Mannſchaft in beiden Fahrzeugen wird kritiſch. Immer näher rückt der entſcheidende Moment, jetzt ſind ſie dicht an einander, in beiden ſteht man⸗ bereit, den Stoß wo möglich zu pariren, nun kracht es, Splitter fliegen umher, ein Augenblick banger Erwartung tritt ein; in der nächſten Minute aber unaufhaltſam von ihren wilden Geſpannen fortgeriſſen, einige Splitter von dem einen treiben an der verhängnißvollen Stätte, da es der Gewandtheit und Erfahrung der Mannſchaft gelungen, ſowohl die Kraft des Zuſammenſtoßes zu mindern, als ihn auf eine weniger gefährliche Stelle ihrer Fahrzeuge zu be⸗ ſchränken. Endlich ermüden die ungeſtümen Renner; es gelingt nach und nach ſie an's Land heranzuziehen, wo der letzte Kampf ſtattfindet, in dem ſie ſchließlich bewältigt und darauf an's Land bugſirt werden.
Unterdeß ſind auch die übrigen Boote nicht Fortwährend gehetzt und verwundet, iſt der Reſt der den Strand gelaufen oder in eben beſchriebener Weiſe Waſſer getödtet und auf das Trockene geſchleppt worden. ſpähen die vom Kampfe erhitzten Jäger nach neuer Beute; die blutige Arbeit iſt vollbracht und es geht jetzt an's Zählen der erlegten Opfer. Zweiundvierzig der getödteten Rieſen liegen, in der Mehrzahl mit unzähligen Stichwunden bedeckt, mit durchſchnittenem Nacken und viele mit hervorquellenden Eingeweiden, in langen Reihen am Strande hingeſtreckt. Nachdem ſämmtliche der erlegten Fiſche, ſoweit Platz vorhanden, völlig an das Ufer gebracht ſind, beginnt der„Syſſelmann“, ein Beamter, deſſen Poſten etwa der Stellung eines Kirchſpielvogtes entſpricht, nebſt zwei Ge⸗
geſpann gezogen, das Waſſer am
und nur
müßig geweſen. Heerde auf auf flottem Vergebens
ſind beide Boote wieder weit auseinander,


