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alsdann als Hebamme ſchimpflich abgeſetzt und erhält Aber eine tüchtige runde Summe, ihr baar ausbezahlt, wird ſie bewegen zu reden, darüber habe ich mit ihr verhandelt. Dann haben wir die ſchönſten Ausſichten, es dahin zu bringen, daß Sie als Baron Mechtelbeck anerkannt wer den, und dann fällt Ihnen das ganze Vermögen zue der Haupt⸗ mann von Mechtelbeck, der jetzt im Beſitze iſt, iſt der Sohn der zweiten Frau, die der alte Tyrann nahm, als er die erſte glück lich todt geärgert und gepeinigt hatte. „Alſo ich ſollte auftreten und den Herrn von Mechtelbeck des Seinigen berauben?“
„Sie ſollen nur Ihr Recht fordern.“
ſie wird wohl auch eine Gefängnißſtrafe.
„Und dazu giebt die Frau von Thorbach das Geld her?“ ſagte Friedrich plötzlich im Tone des Zorns.„Das iſt ſchön, in der That! Ich hätte nicht gedcht, daß der Hauptmann Recht
habe, als er mich verſicherte, ſie ſei ſeine unverſöhnliche Feind din. Aber ſie irrt ſich ſchwer, wenn ſie glaubt, ich laſſe mich zum Werk zeug für dieſe Feindſchaft brauchen, ich würde gegen meinen Haupt mann von Mechtelbeck auftreten.“
„Davon,“ fiel hier der Doctor Roſtmeyer ein,„davon iſt ja nicht die Rede, und mir ſcheint das doch ein komiſcher Gewiſſens ſerupel, daß Sie nicht gegen den Hauptmann auftreten wollen. Solche zarte Rückſicht iſt mir noch nicht vorgekommen. Sie ſind der Baron Mechtelbeck, der legitim richtige Erbe, den man ver ſtoßen, den man um Alles gebracht hat, bis auf den ehrlichen Namen— und nun wollen Sie um ſolcher Bedenklichkeit willen lieber Ihr Leben hindurch Unterofficier bleiben, Sie wollen der Welt vorlügen, Sie ſeien nicht, was Sie doch wiſſen, daß Sie ſind? Wenn Sie für den Hauptmann ſolche Zärtlichkeit empfin den, nun ſo fragen Sie ihn doch wenigſtens, ob er das, mag.“
was Ihnen gehört, behalten will und „Am Ende haben Sie Recht, Doctor,“ rief Friedrich aus. „Ei, und ſo wäre dies ja ein merkwürdiges Glück für mich.
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Ich ein Baron wirklich und wahrhaftig ein Baron.. Friedrich lachte vor Vorgnügen hell auf; ſeine Züge hatten ſich geröthet, er ſchritt heftig im Zimmer auf und ab, während er
laut fortfuhr:
„Ein Baron von Mechtelbeck ich habe ein Schloß, die alte Burg, mit Aeckern und Wieſen und Wäldern— es ehöri, ſo viel ich mich entſinne, ein wunderbar ſchöner Wald dazu und die Pferde— und Equipagen— Roſtmeyer, ich bin ſo vergnügt, ich möchte Ihnen die Ohren reiben, bis Ihnen Hören und Sehen verginge. Aber, wiſſen Sie, was ich zunächſt thue? Ich werde nicht vom Militär weggehen, aber ich werde mich zum
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Officier machen laſſen, die Fonds zur Eguipirung haben wir ja.
„Die werden Sie haben, allerdings ich zweifle nicht, daß wivs durchſetzen, und dann 1
„Sie zweifeln nicht? Und was könnte dann noch fehlen, wenn wir das Zeugniß der Hebamme haben nein, nein,
nein, reden Sie mir nicht mehr von Zweifel reißen Sie mir die ſchönen Epauletten nicht wieder ab, die ich im Geiſt ſchon auf meinen Schultern ſehe wahrhaftig, Doctor, die Epauletten will ich haben und will ſie dann alle hänſeln und ausſtechen, dieſe näſelnden und ſchnarrenden Officierchen, die Unſereins glau ben über die Schulter anſehen zu dürfen ich will ihnen ihre Tänzerinnen wegnehmen und ihren Damen den Hof machen ich will die ſchönſten Pferde in der ganzen Garniſon reiten, Doctor, es ſoll ein Leben beginnen, ein Leben ſag' ich Ihnen 8
Das iſt Alles ganz gut,“ unterbrach der Doctor Roſtmeyer dieſen Ausbruch der Freude, die, wenn ſie plötzlich kommt, auch beim vernünftigſten Menſchen in ihren erſten Acußerungen etwas Kindiſches zu haben pflegt.„Aber,“ ſetzte er hinzu, nbevor wir uns die ſchönſten Pferde in der Stadt kaufen, ſuchen wir überhaupt erſt in den Sattel zu kommen. Dazu iſt zuerſt nöthig, daß Sie mir eine Generalvollmacht geben, für Sie aufzutreten. Aber die Ausſage
Mit der Hebamme werde ich dann ſchon fertig. der Hebamme allein würde nicht ausreichen. Darum habe ich mit weiſem Fürbedacht der Frau von Thorbach von der Sache Mit
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um dieſelbe für Sie zu intereſſiren, und das iſt 4 Se 4 Dienen. Sie ſt fand,
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wie ein alter Uhu in ſeinem faulen Aſtloch und iſt ſo menſchen⸗ ſcheu und ſo widerhaarig und tückiſch wie ſolch' ein Nachtvogel. Es wäre keine Silbe aus ihm herauszubekommen, wenn ſeine Herrſchaft ihm nicht vorher klar macht, daß er reden ſoll, und im Nothfall, daß ſie ihn fortjagt, wenn er nicht redet. Und dann zweitens bedürfen wir der gnädigen Frau und ihrer Freunde und Connexionen in der Reſidenz, wenn zu Ihrer vollen Anerkennung königliche Beſtätigungen oder dergleichen nöthig ſein ſollten; und wir bedürfen ſie überhaupt, damit wir gleich mit größerem Gewicht
auftreten, denn wenn es heißt, daß Sie mit der Genehmigung und mit der Protection der Frau von Thorbach auftreten, ſo zweifelt ſchon von vornherein Niemand mehr an der Sache
„Deſto. beſſer dann,“ fiel Friedrich ein,„daß ich dieſe Protection habe, ich will ſie mir auch gern gefallen laſſen, obwohl es mir lieber wäre, wenn ich beſtimmt wüßte, daß ſie 3
Er wurde in dieſem Augenblicke unterbrochen. Die Thür wurde geöffnet und mit hochgeröthetem Geſicht, mit bewegten Zügen trat Frau von Thorbach ein; ſie war eine reizende Erſcheinung, von einer verführeriſchen Anmuth, in dieſer Erregung.
„Ich bin ſo außer mir von Allem, was Sie mir mitgetheilt haben, ſagte ſie,„ſo geſpannt, daß ich Sie zu unter brechen muß hören, was unſer junger Baron hier zu dem Allen ſagt. Nicht wahr, es macht Sie glücklich, ſehr glücklich? Ich bin froh, Ihnen Glück wünſchen zu können von ganzem Herzen...“
Sie reichte dabei Fried die Hand.
Friedrich nahm dieſe Hand, er war dabei ein wenig linkiſch und verlegen, er dachte, es werde durchaus erforderlich ſein, daß er dieſe Hand küßte, und er wagte es doch nicht, weil er gänzlich im Unklaren darüber war, wie man ſich dabei benehme; ſo be⸗
Doctor,“ komme. Ich
rich mit einer ungeheuchelten Wärme
gnügte er ſich, die ſchmale weiße Hand recht herzlich zu drücken, und dann ſagte ey: „Und ich danke Ihnen, gnädige Frau, ich danke Ihnen aus
Herzensgrunde, denn Sie ſind wirklich ſehr, ſehr gütig gegen mich. Es liegt mir nur etwas dabei auf dem Herzen, und wahrhaftig, wenn ich wüßte, daß es nicht ſo plump und ungeſchickt herauskäme, wie ich fürchten muß 1
„Es liegt Ihnen etwas auf dem Herzen, was Sie ſich zu ſagen ſchämen?“
„Schämenen fiel Friedrich ein...„das nicht mir iſt das Herz ſo voll, daß ich mich vor nichts in der Welt mehr ſchäme
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in dieſem Augenblick
„Weshalb reden
Frau von Thorbach ſetzte ſich bei dem freundlichſten und ermuthigendſten Friedrich auf
„Ich rede auch,“ fuhr dieſer fort. auf's Tiefſte dankbar für Ihre Theilnahme für mich; aber es wäre mir lieber, wenn ich die Beruhigung hätte, daß Sie's nur aus Theilnahme für den armen Find dling Ihres verſtorbenen Vaters thäten und nicht aus Feindſchaft wider meinen armen, guten Haupt doch wie ein Alp auf der Bruſt liegen,
Sie denn nicht?“ dieſen Worten und ſah mit Lächeln von der Welt zu
„Sehen Sie, ich bin Ihnen
uiann. Das bleibt mir daß ich hier als ein Inſtrument dienen ſoll, den armen Haupt mann zu verkürzen, und der das ſchwöre ich Ihnen, gnädige
Frau, der hat es nicht um Sie verdient. Wenn Sie gehört hätten, wie er geſtern noch zu mir von Ihnen ſprach... wie er Sie bewundert, mehr als bewundert! Er liebt Sie, gnädige Frau, um das Ding beim rechten Namen zu neunen; er iſt, ſeit Sie die Stadt verlaſſen haben, nicht mehr derſelbe Menſch, er ſchließt ſich ab, er ſieht bleich und melancholiſch aus, er hat an keinem Dinge mehr Freude und das Alles nur, weil Sie ihn ſo unchriſtlich haſſen und ſeine Feindin ſind. Der brave, gute, edle Menſch der! Es iſt kein Officier wie er in der ganzen Garniſon.“ Friedrich hatte ſich in eine deſto größere Wärme hineingered
größer und, wie er glaubte, kälter das Auge der Frau von Thor⸗ bach auf ihm lag. „Ich ſoll ihn haſſen? Ihren Hauptmann? 2“ ſagte
ſie jetzt, indem die bleiche Farbe, welche bei Friedrich's erſten Wor ten auf ihrem Antlitz ſichtbar geworden war, einer dunklen, bis unter die Haarwurzeln tretenden Röthe wich...„aber, mein Gott, fommen Sie darauf... ich habe ihm nie etwas zu Leide gethan,
n 4 a Blicken verfolgt
ob es


