bis 60 Francs Kleider zu ſtehen! ... Marſch fort, zum
Commiſſair!“ . Die Zuverſicht dieſes Mannes, ſeine Gruͤnde, die, wie ich geſtehen mußte, mir billig ſchienen, vor Allem aber, wenn ich mich an ſeine geſtrigen Worte, „ich ſtehe fuͤr nichts u. ſ. w.“ erinnerte, ja, auch die richtige Ueberlegung⸗ daß ſelbſt wenn der Wirth zum Erſatze der mir geſtohlnen Kleider verurtheilt wurde, dieſe Schadloshaltung mir nur durch Urthel und Recht zu Theil werden könnte, und wer weiß, wie viele Tage und Wochen vorubergehen würden, ehe es dazu kaͤme, endlich aber auch der Gedanke, daß die⸗ ſer Mann durch ſeine ohne Zweifel haͤufige Bekannt⸗ ſchaft mit eben ſo ungluͤcklichen Leuten wie ich, mir nuͤtzlich werden könnte, brachte mich dahin, ihm in meiner bittern Reſignation zu ſagen:
„Gut denn, mein Herr, man hat mich bei Ihnen beſtohlen. Sie ſind fur nichts verantwortlich. Das glaube
ich zwar nicht, doch willige ich darein, Ihnen einen immer
unangenehmen oͤffentlichen Skandal zu erſparen, und will nicht klagen.. . aber unter Einer Bedingung.“
„Ich furchte den Skandal nicht, mein Herr. Ich pin in meinem Rechte. Aber es iſt mir einerlei, nennen Sie nur die Bedingung... Ich ſetze mich in Ihre Lage. Es iſt häßlich, ſo ſichtlich ausgezogen zu werden, wie bei einer Theaterverwandlung. Aber ich hatte es Ihnen geſagt, Sie mußten Ihre Kleider unter den Kopf legen,
oder angekleidet ſchlafen. Das iſt eine allgemeine Regel, die


