Teil eines Werkes 
5. Band (1847)
Entstehung
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329 hatte, floſſen nun wider meinen Willen von Neuem, ſo viel Schaam und Kummer empfand ich.

Ei, ei, da weinen Sie ja gar! ſagte der Kutſcher mit minder grobem Tone . . .es iſt alſo wahr, was Sie mir da ſagen?

Ach, nur zu wahr!

Und was wollen Sie denn nun anfangen? Wo wollen Sie denn dieſe Nacht uͤber bleiben?

Das weiß ich nicht, ſagte ich niedergeſchlagen. Und ſonderbar genug fiel es mir ein, daß ich viele Jahre zuvor la Levraſſe daſſelbe geantwortet hatte, nachdem ich Meiſter Limouſin entflohen war.

Der Kutſcher ſchien geruͤhrt und begann wieder:

Nun, nun, mein armer junger Mann, weinen Sie nur nicht. Sehen Sie, meinen Tagelohn kann ich nicht verlieren... denn ich muß mit meinem Herrn abrechnen .. aber ohne einen Sou kann ich Sie doch auch nicht laſſen... und ohne Obdach in einer ſolchen Nacht. Da, nehmen Sie hier 20 Sous zuruͤck. . . und Ihr Packet.. .. Sie werden an der Barriere ein Unterkommen finden eine rothe Laterne... da ſchläft man des Nachts fur 4 Sous. Hier haben Sie die Nummer meines Wagens. (Und damit gab er mir ein KFaͤrtchen.) Wenn Sie mir eines Tages das nachbezahlen können, was Sie mir ſchuldig ſind, ſo ſoll michs freuen. .. denn ich habe Weib und Kinder.

O Dank! tauſend Dank! lieber Mann, rief ich voll Ruͤhrung.