mich entfernen, ohne dieſen Mann zu bezahlen, und ihm zum Erſatz das Wenige von Waͤſche, und was ſonſt mein Reiſepacket enthielt, zuruͤcklaſſen. Aber ich wich dieſer Verſuchung nicht. Da ich ſo ſchnell als möglich und um jeden Preis meiner Angſt entgehen wollte, weckte ich den Kutſcher nicht ohne Muͤhe.
„He da!.. was giebts? .. Ah, Sie da!“ ſagte er ſich ſchuͤttelnd, und in ſeinem dicken Carrik frierend. „Es iſt eine kalte Nacht, daß man bis auf die Knochen erſtarrt. Ich war eingeſchlafen... Nun, gehts jetzt fort?“
„Ich bleibe hier,“ ſagte ich ihm, „ſagen Sie mir wie viel ich Ihnen ſchuldig bin.“
Meine Angſt war rieſengroß, als ich dieſe letzten Worte ausſprach.
Der Kutſcher zog ſeine Uhr heraus, trat an die La⸗ terne und ſagte:
„Sie haben mich um halb drei Uhr genommen, jetzt iſt Mittérnacht voruͤber.. . das macht alſo neun und eine halbe Stunde.. nehmen wir alſo zehn Stunden an mit dem Trinkgelde .. das macht denn 15 Livres 10 Sous, nehmen wir 16, wenns Ihnenz recht iſt, lieber Herr.. .. Ich hole Ihnen Ihr Packet.“
Waͤhrend der Kutſcher mein Packet ſuchte, griff ich
in meine Taſche, und zählte das wenige Geld, das mir
uͤbrig geblieben. Es betrug 9 Francs und einige Sous. Da allerdings feig albern... kindiſch. da
weinte ich.


