Teil eines Werkes 
5. Band (1847)
Entstehung
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genug geſchlafen; ... haben Sie mir etwas zu befehlen, da bin ich . .. vollkommen bereit.“

Und damit ſtand ich auf.

„Nein, mein Kind, fuͤr jetzt will ich ein trauriges Ge⸗ ſchäft beſorgen.“

„Das Grab fuͤr die junge Dame graben?“ fragte ich.

„Wer hat Dir denn das geſagt?“ fragte er ver⸗ wundert.

„Geſtern,“ antwortete ich mit niedergeſchlagenen Augen, „als Sie mich in das kleine Behältniß eingeſchloſſen hatten, waährend Sie ausgingen, meine Gefaͤhrten aufzuſuchen, ſah ich, wie eine dicke Dame kam, und nach Ihnen frug, und hörte ſie, bei Ihrer Rückkehr, mit Ihnen ſprechen.“

„Ha!. . . jetzt begreife ichs. .. . Nun denn, ja, mein Kind, ich will ein⸗Grab graben.“

„Nehmen Sie mich doch mit, lieber Herr... ich werde Ihnen helfen.. und dann gehe ich lieber mit Ihnen, als daß ich hier allein bleibe.“

„Gut!“ ſagte Claude Gerard mit gutmuͤthigem Lä⸗ cheln. „Deſto beſſer, da Du wenigſtens einige Zeit meine Lebensart theilen ſollſt. Dieſer ſo reich als moͤglich beſchäf⸗ tigte Tag wird fuͤr Dich eine Pruͤfung, eine Einweihung ſein. .. So komm denn!“

Ich folgte Claude mit den Augen. Er nahm aus dem Kuhſtalle eine Hacke und ein Grabſcheit.

„Soll ich dieſe Werkzeuge tragen, lieber Herr?“