Teil eines Werkes 
5. Band (1847)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 176 —

„Alle Wetter,“ ſagte ich betroffen bei dieſer Frage, „dieſer kleine Vicomte, wie ihn ſeine Bedienten nannten, war gegen uns ſo boshaft, ſo verachtend.. . .

„Nun denn,“ rief er aus, „auch ich nenne dieſen Namen ... mit Schmerz. .. mit Widerwillen. Das wird ein Band mehr zwiſchen uns ſein.“

„Sie kennen alſo den kleinen Vicomte auch, lieber Herr?“ fragte ich, „er iſt gegen Sie auch boshaft und ver⸗ achtend geweſen?“

„Das nicht.. aber ſein Vater o, ſein Vater! .. nie werde ich. ..

Dann fuhr Claude Gerard, ſich unterbrechend, mit der Hand uͤber die Stirn und ſagte achſelzuckend fuͤr ſich:

„Wahrhaftig, der Schmerz macht mich irre!.. Was wollte ich dieſem Kinde erzählen!. .. O, meine Erinnerun⸗ gen... meine Erinnerungen!“

Nach einem tiefen Seufzer wendete er ſich nun zu mir:

„Fahre fort, mein Freund.“

Ich beendigte meine Bekenntniſſe mit der Erzaͤhlung was uns begegnet, ſeit wir mit den kleinen Reichen zuſam⸗ mengetroffen: Umherſchweifen, Diebſtahl, ich verbarg ihm nichts.

Nachdem Claude Gerard mir mit Theilnahme zuge⸗ hoͤrt hatte, umarmte er mich und ſagte:

„Ich preiſe mich, wenn es möglich waͤre, noch gluͤck⸗ licher, mein Kind, daß ich zu Dir gekommen bin. .. Haͤt⸗