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Spioniren nicht merken zu laſſen, wartete ich einige Augen⸗ blicke, ehe ich an die Scheiben klopfte.
Kaum hatte ich furchtſam angeklopft, als das Fenſter ſich offnete.
Ich glaube noch den Ausruf der Ueberraſchung, der Freude zu hören, welcher meine Ankunft begrußte.
Mit einem Satze war ich in der Kammer. Claude Gerard druͤckte mich mit unausſprechlicher Gluͤckſeligkeit an ſein Herz.
„Gott ſei gelobt!“ ſagte er, „nein ... nein .. ich hatte mich nicht betrogen! .. . Armes Kind.. ich hatte Dich richtig beurtheilt.“
Dann ſetzte er uͤberlegend hinzu:
„Und Deine Gefährten? Konnte Dein Beiſpiel ſie nicht beſtimmen?“
Ich erzählte Claude Gerard das Nutzloſe meiner Nach⸗ forſchungen, und zeigte ihm ſchaudernd den blutigen Shawl Basquinens und die drei Geldſtuͤcke.
„Ein Verbrechen iſt hier vielleicht begangen worden,“ ſagte er ernſt und nachdenkend. „Morgen werde ich, ohne Dich als Mitgenoß des Diebſtahls zu compromittiren, Mit⸗ tel aufſuchen, dieſes Geheimniß aufzuklären. Beruhige Dich, mein Kind, und vor Allem ruhe aus von den ſchmerzlichen Erregungen dieſes Tages.. .. Lege Dich auf mein Bett.. Du haſt es dort beſſer. . . ich will gehn, und im Stalle ſchlafen. .. . Gieb Dir Muͤhe, auszuſchlafen . . morgen ſollſt Du mir von der Vergangenheit erzaͤhlen, und


