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mir die zaͤrtliche Freundſchaft fuͤr meine Gefaͤhrten einge⸗ floßt, nur noch mehr entwickelt, und ſo kam es mir denn grauſam vor, mich zu entſchließen, fortan einſam zu leben, indem ich ja auch aus Erfahrung wußte, wie ſchwer es mir geworden, einen Freund zu finden.
Dieſe Betrachtungen ließen die Waage ſich immer mehr zu Claude Gerard's Gunſten ſenken, ob ich gleich fuhlte, daß zwiſchen ihm und mir nie Vertraulichkeit, In⸗ nigkeit, Kameradſchaft ſtattfinden könne. Er hatte großes Uebergewicht uͤber mich, und ich kannte mich bereits genug ſelbſt, um vorauszuſehen, daß dieſer Eindruck der Dankbar⸗ keit mit Reſpect gemiſcht, ſich nie in eine zaͤrtliche Ver⸗ traulichkeit umwandeln koͤnne.
Ich weiß nicht, wie lange dieſes fuͤr mich nicht eben ehrenhafte Zögern gedauert haben wuͤrde, wenn mir nicht plöslich ein ſonderbarer Gedanke eingefallen wäre.
Nie hatte ich noch mein Zuſammentreffen mit dem kleinen allerliebſten Mädchen, Namens Regine, vergeſſen, das ich aus dem Walde von Chantilly entfuͤhrt hatte, eine Entfuͤhrung, die freilich, trotz der ſchlechten Rathſchlaͤge Bamboche's, ſehr unſchuldig geblieben war, denn meine Verwegenheiten beſchraͤnkten ſich blos auf einen Kuß, den ich der bleichen und kalten Stirn dieſes ungluͤcklichen Kin⸗ des geraubt hatte, das ich ohnmaͤchtig in meinen Armen trug, bis zu dem Augenblicke, wo Bamboche und ich, durch die Annaͤherung einer Patrouille Jagdgensd'armen erſchreckt,


