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Mitten unter dieſer peinigenden Ungewißheit verirrten ſich meine Gedanken. Kein möglicher und ausfuͤhrbarer Entſchluß ſtellte ſich mir dar.
Muͤde einen Ausweg aus dieſem Gewirr zu ſuchen, dachte ich an Claude Gerard und ſeine großmuͤthigen Aner⸗ bietungen.
Wenig lockte mich allerdings der Gedanke, dieſes aben⸗ teuerliche Vagabundenleben, das mich um deßwillen nur ſo gereizt hatte, weil ich es mit Basquine und Bamboche theilte, allein fortzuſetzen.
Auf der andern Seite hatte mir Claude Gerard offen geſagt, daß ich, wenn ich ſein Anerbieten annaͤhme, mich auf ein Leben voll Entbehrungen und voll Arbeit gefaßt machen muͤſſe; nun aber hatte die Gewöhnung an Nichts⸗ thun und Unabhaͤngigkeit ſchon ſolche Wurzeln in mir ge⸗ ſchlagen, daß ich nicht ohne Schaudern auf die lange Reihe von Tagen ohne Freude und voll arbeitſamer Beſchaͤftigung
blickte, die bei dem Schulmeiſter auf mich warteten. Den⸗
noch aber fand ich bei ihm wenigſtens eine zwar ſchwere und armſelige, aber doch geſicherte Exiſtenz. Uebrigens wuͤrde mir auch vielleicht, obgleich zwiſchen ihm und mir ein ſo großer Unterſchied der Jahre, doch ſeine Zuneigung den Verluſt oder die Entfernung der Freunde meiner Kindheit ertragen helfen.
Dieſes bei mir ſo natuͤrliche und lebhafte Gefuhl der Zuneigung und Mittheilung hatte ſich, ſtatt ſchwächer zu werden, durch die Ausuͤbung aller der Hingebung, welche


