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Und dennoch! In dem Augenblicke, wo ich den Fuß außerhalb ſetzte, zauderte ich eine Secunde lang, das ſorgende Aſyl zu verlaſſen, das mir angeboten worden.
Mein Herz zog ſich ſchmerzlich zuſammen; es war mir, als entſage ich dem Guten fuͤr immer; aber das Andenken an die Freunde meiner Kindheit trug den Sieg davon, und ich ſprang vom Fenſter.
Zuerſt lief ich einige Schritte geradaus, dann aber, als ich die Undankbarkeit bedachte, ſo ohne ein Wort des Dankes fur Claude⸗Gerard mich von ihm zu entfernen, blieb ich ſte⸗ hen . und kehrte mich um.
Beim hellen Mondenſchein ſah ich den Schulmeiſter auf dem Fenſterbrete ſitzen, und mir mit einem Blicke voll Trauer folgen.
„Leben Sie wohl, lieber Herr,“ rief ich ihm mit ge⸗ preßtem Herzen zu; „ich danke Ihnen tauſendmal, daß Sie ſo gut gegen mich waren und mich nicht gefangen nehmen ließen.“
„Ich kann mich nicht dazu entſchließen, Dir Lebewohl zu ſagen, mein armes liebes Kind,“ antwortete er mit ruͤh⸗ render Stimme: „laß mich immer noch hoffen, daß Du wie⸗ derkommen wirſt. Es iſt ja unmöglich, daß Du gefühllos bei dem bleiben kannſt, was ich Dir geſagt, was ich Dir angeboten habe oder ſonſt .. .“ ſetzte er mit erſchuͤttern⸗ der Trauer hinzu; „ſonſt iſt keine Hoffnung mehr von Dir zu erwarten! ... So moͤge denn Dein Schickſal ſich erfullen!“
Martin. W. 11


