Teil eines Werkes 
5. Band (1847)
Entstehung
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da nicht können feſtnehmen laſſen . nicht den Diebſtahl anzeigen . wenn ich nicht vor dem Gedanken zuruͤckge⸗

bebt. Dich in's Gefangniß zu ſchicken. ... Warſt Du

ein Mann, ſo wuͤrde ich nicht zögern: der Diebſtahl iſt ein ſchaͤndliches Verbrechen, und Gerechtigkeit muß gehandhabt weden. . .. Aber in Deinem Alter . ungluͤckliches Kind .. iſt noch nicht an Allem zu verzweifeln . jede Hoffnung aber wäre verloren, wenn man Dich in's Gefaͤngniß brachte. Du wuͤrdeſt bis zum achtzehnten Jahre darin bleiben und als verhärteter, unheilbarer Verbrecher wieder heraus⸗ kommen. Nun denn, mein guter Herr, ſo laſſen Sie mich gehen, flehte ich mit gefalteten Haͤnden, da ich einen Hoff⸗ nungsſtrahl leuchten ſah. ...Oh! ich bitte Sie dringend, laſſen Sie mich noch dieſen Abend fort. Und wohin willſt Du? Ich werde ſuchen, wieder mit meinen Gefaährten zu⸗ ſammen zu kommen. Und wenn Dir das gelingt, was dann? Dann werde ich bei ihnen bleiben. Um wieder zu ſtehlen? Oh nein, nein . . nicht immer. Wie denn, nicht immer? Wir ſtehlen nur, wenn wir nicht anders können. Du begreifſt alſo . . daß es beſſer geweſen wäre, nicht zu ſtehlen?