uͤber dem Bette des Lehrers einige Breter mit Buͤchern. In 3 einer Ecke lehnte an der Mauer eine ſchwarzangeſtrichene Tafil, auf welcher man noch Kreidezahlen er lickte, während auf einem lahmen Tiſche ein großer Haufe Schreibehefte⸗ 4 aufgeſtapelt lag.
Ich blickte unruhvoll auf Claude, nicht wiſſend, was er mit mir beginnen werde.
Ohnſtreitig, dachte ich, wird er dich zwingen wollen, ihm deine Mitgenoſſen zu nennen, und dich alsdann den Gensd'armen uͤbergeben, die dich in's Gefängniß bringen werden, wo du bis zum achtzehnten Jahre bleiben wirſt. Aber eher ſterben als Basquine und Bamboche verrathen, ſagte ich heldenmuͤtl ig zu mir ſelbſt, indem ich mit ſchm rz⸗ . licher Angſt an unſere vielleicht lange, vielleicht wige Tren⸗ nung dachte. Wie meine Gefährten wiederfinden? wie ent⸗ kommen, um ſie bei dem Stelldichein zu treffen, das wir uns im Falle einer Verfolgung gegeben hatten? Wuͤrde es nicht ſchon zu ſpät ſein?
Claude Gerard nahm, ohne ein Wort an mich zu richten, von einem Brete ein Stuͤck faſt ganz ſchwarzen Brot s und einen Sack mit Nuͤſſen, den er in der Mitte des kleinen Tiſch.s neben einen tönernen Krug mit Waſſer ſtellte. Dann ſchnitt er ein Stuͤck Brot ab, legte einige Nuͤſſe dazu und ſagte in ſanftem Tone zu mir:
„Wenn Du Hunger haſt, ſo iß.“
Trotz meiner Unrube und Kummers empfand ich einen verzehrenden Hunger. Seit dem fruͤheſten Morgen waren
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