Teil eines Werkes 
5. Band (1847)
Entstehung
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Behntes Rapitel.

Freiheit.

Die vollkommene Sanftmuth, die ruhige Entſagung von Claude Gerard machte einen ſonderbaren Eindruck auf mich. Ich fuhlte mich geruͤhrt. Es war mir als hätte ich Reue daruͤber, daß ich an einem Diebſtahle Theil genommen, der dieſem Manne ſo vielen Schmerz zu verurſachen ſchien.

Es war faſt Nacht geworden, als Dame Honorine ſich entfernte.

Claude Gerard ging nun nach dem Stalle plotzlich aber ſchien er ſich auf mich zu beſinnen, kehrte daher um, kam zu meiner Niſche, öffnete ſie und ſagte:

Komm mit!

Vor ihm her gehend begleitete ich ihn nun in das, was er ſeine Kammer nannte.

Eine Umſchließung mit den Huͤrden, deren man ſich zum Einfrieden der Heerden bediente, trennte den Raum, in welchem Claude Gerard wohnte, von dem Stalle. Beim ſchwachen Schimmer eines Lichtes, das e⸗ anzuͤndete, ſah ich

Martin 1v. 10