zum Beiſpiel die Meierei von Grand⸗Genevrier; nun, die
iſt ja voͤllig . hinreißend! Cabot und Dupri wuͤrden ein
reizendes Gemülde daraus machen.“
Und in der That bedecken ſich auch die unbebauten Haiden im Fruͤhlinge mit roſafarbnen Blumen, an den ſumpfigen Raͤndern und Moraͤſten entwickeln ſich die ſpitzen Blaͤtter der Iris mit goldnen Bluthen, oder die Stämme hohen Rohres mit braunen Buͤſcheln im Buͤndel. Das junge Moos bedeckt mit ſeinem Sammt und ſeinen ſina⸗ ragdnen Reflexen die Breter und das Stroh der halbver⸗ fallenen Wohnungen; die Riſſe des zerſtörten Mauerwerks verſchwinden unter den Schmarotzerpflanzen, unter denen der anmuthige Thyrſus der Winde mit weißen und blauen Glocken ſich ſchlängelt. Endlich zeigen ſich auch noch die
wenigen großen Eichen, die gegen Rorden die Meierei be⸗ ſchirmen, in dem ſchwelgeriſchſten Gruͤn.
Dann ſchreit beim Anblicke der elenden Huͤtten, vom ſtehenden Gewaͤſſer des Moraſts züruͤckgeſpiegelt und in Mitte roſiger Haiden bluhender Iris und hoher gruͤnender Blaͤtter verborgen, der Optimiſt von Landſchaften! von Gebäuden! von Maleriſchem! und zuckt mitleidig die Achſeln, wenn man mit ihm von der furchtbaren Lage der Leute ſpricht, die dazu verurtheilt ſind, an einem Orte zu leben, der, dem Optimiſten nach, ein ſo vortreffliches Bild abgeben wuͤrde.
Wenn aber nur der optimiſtiſche Liebhaber von Farbe
und Landſchaft ſeinen Aufenthalt in einer ſo maleriſchen


