Teil eines Werkes 
1. Band (1847)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

—

— 167 —

verlangt nichts, ſie beſcheidet ſich, ſie arbeitet, ſie leidet ohne zu murren. Nehmt alſo doch nicht noch mehr ihre Partei als ſie es ſelbſt thut. Dieſe Leute, fuͤr ſo ungluͤcklich ihr ſie auch halten mögt, lachen, ſingen und lieben auf ihre Art. Hofft daher nicht Mitleid über ihr Loos zu erwecken.“

Darauf antworten wir: .

Eben deßhalb weil dieſe enterbten Racenoft kein Be⸗ wußtſein von dem haben, was Rohes, Wildes, Verthieren⸗ des in dem thieriſchen Leben ſelbſt liegt, in welchem ſie le⸗ ben muͤſſen, verlangen wir im Namen der menſchlichen Wuͤrde und Verbruͤderung fuͤr ſie eine Erziehung, die ihnen Bewußtſein und Abſcheu vor dieſer jammervollen Exiſtenz verleiht.

Eine Erziehung, die ihnen nun auch das Maaß ihrer Kräfte, die Kenntniß ihrer Rechte, die Religion ihrer Pflichten gewaͤhrt, erlaubt dieſen enterbten Klaſſen den geſetzlichen Theil an den Guͤtern und Producten zu fordern und zu erhalten, welche durch ihre Mitwirkung Werth er⸗ halten, einen Theil, der billigerweiſe im Vergleich zu der Muͤhe, Arbeit und Intelligenz des Arbeiters ſtehen ſollte.

„Aber, — werden noch die Optimiſten und Ueberſaͤt⸗ tigten hinzufugen, die müde der Wintervergnuͤgungen, als kluge Leute den Lenz und Sommer zu ihren laͤndlichen Ausflugen waͤhlen,— was ſpricht man uns nur von feuchten und ungeſunden Höhlen, von einſamen und unbebauten Landſtrecken und peſtilenzialiſchen Moraͤſten vor? Da iſt