Teil eines Werkes 
1. Band (1847)
Entstehung
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len, Du!“ ſagte die Robin uͤberlaut lachend, „ihren rechten Arm ausſtreckend und ihrem Nachbar einen tuͤchtigen Stoß in die Rippen gebend. Dieſer aber beugte ſich, um nicht den letzten zu haben, hinter ſie, und ſtieß den andern Knecht, der ſchon eingeſchlafen war, derb in den Ruͤcken, worauf die⸗ ſer, der Spielregel nach, wieder dem kleinen Hirtenjungen einen derben Fußſtoß gab, der Knabe aber ſuchte, immer⸗ fort zaͤhneklappernd, zu laͤcheln und gab den Fußſtoß Nie⸗ mand wieder.

„Du aber, la Robin, Du hätteſt es nicht ſo wie die kleine Bruydre gemacht,“ fing immer lachend der Knecht

wieder an, „Du waͤrſt nicht ſo dumm geweſen, unſern

Stall bei Nacht zu verlaſſen.“

Und damit umarmte Simon laͤrmend das zuruckſto⸗ ßende Geſchoͤpf und wiederholte:

„Du biſt nicht ſo dumm, den Stall bei Nacht zu ver⸗ laſſen!“ „Nein, ſie iſt nicht ſo dumm,“ ſetzte der Nachbar links hinzu und umarmte nun ſeinerſeits und nicht minder vertraulich, nicht minder derb die Robin, ohne dadurch im Geringſten Simons Eiferſucht zu erwecken zu ſcheinen, waͤh⸗ rend der kleine Kuhjunge bei den groben Späßchen, die er vernahm, gleichgiltig blieb, denn wir wollen es nicht unter⸗ nehmen die naiv cyniſche Unterredung zu wiederholen, zu der die ſchallenden Kuͤſſe, welche die beiden Knechte der Magd

gaben, das Signal waren, und die ſich, bis die Nacht ziem⸗

lich eingebrochen war, verlaͤngerte.

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