Teil eines Werkes 
1. Band (1847)
Entstehung
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den beiden Knechten ſitzend, ſchien ſie mit gleichem Wohl⸗ wollen zu behandeln. Der kleine Kuhhirte ſaß ihr gegen⸗ uͤber.

„Das faͤllt euch ſchwer und kalt in den Bauch wie im Schnee frikaſſirte Eisſchollen,“ ſagte der Knecht, indem er langſam ſeinen Löffel wieder in die Schuͤſſel tauchte; „ich war ganz durchfroren als ich kam, und das erkaͤltet mich noch mehr.“

„Nicht einmal die Hunde des Herrn Grafen, der eben im Walde jagte, wuͤrden mit der Paſtete da zufrieden ſein,“ ſetzte der Andre hinzu.

„Ja, ja, die haben's vortrefflich, werden gehegt und gepflegt, die Beſtien die,“ begann Simon wieder. „Neulich als ich Heu in's Schloß fuhr, habe ich im Vorbeigehn Meiſter Latrace, den Jäger, ihnen in ihrem Stalle die

Suppe zurichten ſehn. Ha! da gab's Schöpſenkopfe, Kal⸗

daunen, Ochſenherzen, eine wahre Hochzeitsſuppe.“

„Oho, jeder Mann kann doch auch nicht ein Jagdhund ſein,“ ſagte la Robin mit einer Art naiver Reſignation und ohne die mindeſte ironiſche Abſicht. Dieſer Wunſch der Pachtmagd ſchien uͤbrigens auch ſo natuͤrlich, daß er zu kei⸗ nem Commentare Veranlaſſung gab.

In dieſem Augenblicke ließ ſich das Geſtoöhn aus dem Stalle von Neuem vernehmen, und eine Stimme rief nach der Bruydre mit dem Ausdrucke ſteigender Ungeduld.

„Da ruft Vater Jachues nach der Bruydre. Der arme Alte wird ungeduldig,“ ſagte la Robin.

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