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So wie ihre Mutter ſehr wenig durch das lächerliche Abenteuer Dumolards zum Mitleid bewegt, unterlag end⸗ lich Raphaele ihren ſchmerzlichen Erregungen, die ſie mu⸗ thig lange Zeit beherrſcht hatte. Ihr ſanftes und ſchoͤnes Geſicht entfaͤrbte ſich nach und nach und wurde weiß wie Alabaſter. An ihren langen, geſchloſſenen Augenwimpern hingen noch einige gluͤhende Thraͤnen. Obwohl ihre Mutter, die ſie nicht zeitig genug aufrecht erhalten konnte, ſie noch möglichſt unterſtuͤtzte, war Raphaele doch auf ihre Kniee geſunken und ihr Haupt ruhte auf ihrer Schulter. Bei dieſem Sinken war ihr Maͤnnerhut auf die Erde gefallen, die wundervollen braunen Haare des jungen Maͤdchens loſe⸗ ten ſich auf, und huͤllten ſie zur Haͤlfte mit ihrem ſeidnen 8 Netze ein, waͤhrend ihre Mutter, welche, um ſie beſſer un⸗ terſtuͤtzen zu können, auch niedergeknieet war, ſie an ihr Herz druͤckte und mit Kuͤſſen und Thränen bedeckte. Der drohende Unwille der Bauern, der ſchon durch die groteske Erſcheinung Dumolard's, wenn auch nicht be⸗ ruhigt, doch abgeleitet worden war, verſchwand ſo zu ſagen unter dieſen Uebergängen von ſo ganz verſchiedenem Cha⸗ rakter, und ſie vergaßen von Neuem ihren heftigen Zorn gegen Scipio bei dem ruͤhrenden Gemalde, das Miſtreß Wilſon darbot, die voll Schmerz ihre regungsloſe Tochter an ihr Herz druͤckte. — — — . Eine Viertelſtunde nach dieſen Vorfaͤllen, im Augen⸗ blicke wo die Sonne an einem ſehr reinen Himmel unter⸗


