Teil eines Werkes 
1. Band (1847)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

„Sie nehmen meine Ausſage ſo . behandeln Sie als Spielwerk.“*)

„Aber Dickwanſt Ohnehoſe! ſo heißt ja der Raͤuber.“

„So zu heißen, wenn man ein ſolches Handwerk treibt, das iſt bitterer Hohn,“ murmelte Dumolard.

„Und meine Gensdarmen haben ihn gegruͤßt!“

„Zum Teufel, ſie haben ihn fur einen Jäger gehalten,“

ſetzte Herr Dumolard hinzu: „ſie ſind dumm genug dazu.“

„Oh, Bamboche, Du biſt ein durchtriebener Gauner,“ rief Beaucadet im vollſten Zorne. „So die Sachen, das Pferd und die Perruͤcke dieſes dicken Herrn zu mißbrauchen. Dich von meinen Leuten begruͤßen zu laſſen.... Dich, Du Schuft, Du Auswurf aus den Gefängniſſen von Bourges Dich, Du abſcheulicher Spitbube . ha! das iſt ekelhaft, das ſollſt Du mir bezahlen!“

„Raphaele, mein Kind, was iſt Dir?“ rief Miſtr. Wilſon und hielt ihre Tochter in den Armen, die in Ohn⸗ macht gefallen war. „Mein Gott . ſie iſt ohnmächtig! Hilfe!“

Bei dieſer neuen Wendung der Dinge richtete ſich die bisher an Herrn Alcid Dumolard gefeſſelte Aufmerkſamkeit auf einen andern Gegenſtand. Alle Blicke flogen mit Ueberraſchung und Theilnahme der Miſtr. Wilſon und ihrer Tochter zu.

*) Wortſpiel mit dem Worte Bamboche, Eigenname, welches auch eine Marionettenpuppe, Spielpuppe bedeutet.