tern ſchwanken, geben Raum. Ein Mann tritt aus dem Buſche. Er geht halb gebuckt, faſt kriechend.
Dieſer Mann, deſſen Signalement der Leſer ſcho kennt, iſt Bamboche, der fluchtiggewordene Gefangene aus Bourges, zweier Mordthaten beſchuldigt. Seine ſchlechte blaue Blouſe, das einzige Kleidungſtuͤck, das er trug, von Brombeeren zerriſſen, laßt an verſchiedenen Stellen ſeine behaarte Bruſt und ſeine Athletenarme erblicken. Seine ehemals rothen Beinkleider von Tuch, mit Koth befleckt, von Riſſen zerfetzt und ausgezackt bis an die Kniee. Die Haut ſeiner Fuße und Haͤnde iſt blutig geritzt, er iſt athem⸗ los, Schweiß uberſtroͤmt ſein Geſicht.
Einen Augenblick bleibt er ſtehen und horcht auf das leiſeſte Geraͤuſch. Er ſtutzt ſich an einen Baum, um Athem zu ſchoͤpfen, reißt eine Hand voll Blaͤtter ab, bringt ſie gierig an ſeine brennenden Lippen und kaut ſie, um ſeinen verzehrenden Durſt zu ſtillen. Die Augen dieſes Mannes gluͤhen von einem wilden Feuer; ſeine grau gemiſchten, auf ſeiner ſchon kahlen Stirn ſich ſträubenden Haare, abſtechend
von ſeinem braunen Barte und der Jugendlichkeit ſeines kräftigen Geſichts, geben ihm ein ſeltſames Anſehen. Durch Mangel, durch Angſt bleich, druckt ſeine Phyſiogno⸗ mie Schmerz und Schrecken aus.
Plötzlich ruft eine laute Stimme, die ſo zu ſagen un⸗ ter den Fuͤßen des Fluchtlings ertönt:
„Bamboche!“
Bei dieſem Namen ſpringt dieſer Mann uͤberraſcht


