Teil eines Werkes 
1. Band (1847)
Entstehung
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„Gewiß! denn als ich heute Morgen zu dem Stall⸗ aufſeher, beim Satteln meines Pferdes, ſagte: der Herr Graf hat alſo einen neuen Kammerdiener? antwortete er mir: Ja, einen ganz Neuen.“

„Vielleicht kann ich der Juſtiz einen wichtigen Dienſt leiſten,“ ſagte Herr Beaucadet nachdenkend, „man weiß nichts Naͤheres von den Lebensumſtaͤnden meines Raͤubers; ich werde, in Guͤte oder mit Gewalt, dieſen Martin zum Sprechen bringen, deſſen Namen mein Entflohener mitFreund⸗ ſchaft geſchrieben, auf ſeiner ſchuftigen Bruſt traͤgt, und. .

„Erlaubt, Herr Beaucadet,“ ſagte der Jäger, den Unteroffizier unterbrechend, „erinnert Euch an das beruͤhmte Sprichwort: Es giebt mehr als einen Eſel auf dem Markte, der ſich Martin nennt. Warum ſollte ſich nun das, was auf die Eſel paßt, nicht auch (mit Reſpekt zu ſagen) auf die Kammerdiener anwenden laſſen? Und dann . .“

„Und dann?“ .

„Bedenkt, daß der Herr Graf, der ſo ſtreng iſt, und ſoviel von ſeinen Dienſtleuten fordert, nie Jemand in Dienſt nimmt, ohne ganz genaue Erkundigungen eingezogen zu haben.“

„Nun, und... Vater Latrace?“

„Glaubt Ihr, daß ein ehrlicher Mann, wie es Herr Martin ſein muß, weil er in Dienſten des Herrn Grafen ſteht, der Freund des Raͤubers, den Ihr ſucht, geweſen ſein kann, oder noch iſt?“

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