ſo empfindlich fuͤr ein Ja und fuͤr ein Aber, fuͤr ein Ach! und fuͤr ein Mein Gott! als es eine Kanonenkugel ſein wuͤrde. Er beruft ſich ſtets nur auf das Geſetz, ſein Recht und ſein Eigenthum. Das nenne ich mir noch einen Mann, der kein Federleſen macht. Mehr als zwanzig Mal hat er die Anmuthigkeit fuͤr mich gehabt, mich abzuſchicken, um einige dieſe Holzſchlepper von Sologneſen einzukaſten, weil ſie abgeſtorbenes Holz in ſeinen Wäldern aufgeleſen hatten. Das iſt ein wurdiger Mann! nicht um des abgeſtorbenen Holzes willen, ſondern wegen des Reſpects fuͤr die Sache. Ja, ich ſchätze Dich! grimmiger Eigenthumer der Du biſt!“ ſetzte Herr Beaucadet, mit einer Art ſcherzhaften Ausrufs hinzu .. „Und wenn er will, was fur ein Geſicht kann er machen! Es giebt koͤnigliche Procuratoren und Yolizeikommiſſare, die das Ver⸗ gnuͤgen eines ſolchen Geſichtes aus ihrer Taſche bezahlen wuͤrden, nur um die Miſſethäter zu fuͤrchten zu machen. — Geſtehen muͤßt Ihr auch, Varr Latrace, daß neben dem Grafen, der Vicomte, ſein Sohn, wie ein Juͤngferchen ausſieht.“
„Das kommt daher, weil de Graf durchaus nicht das iſt, was man zart nennt. Aber er iſt gerecht. Wenn er Euch nichts durchläßt, zankt er Gich auch nie mit Unrecht aus. Ueberdies ſagt man, daß der Graf ehemals ein recht gutmuthiges Kind geweſen iſt, und Niemand zuvorkommen⸗ der gegen Jedermann war, als er.“
„Der Herr Graf ein gutmuͤthigs Kind .. Ihr miß⸗ braucht meine Treuherzigkeit, Vater Larace.“


