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„Er war ſo gut, daß man ihn ſchwach nennen konnte.“
„Der Herr Graf — ſchwach . . . Ihr meine Beſcheidenheit, Vater Latrace.“
„Aber ganz ploͤtzlich iſt aus dem Lamm ein Wolf ge⸗ worden.“
„Man wird es zu ſehr geſchoren haben?“
„Wohl moͤglich; uͤbrigens liebt er leidenſchaftlich die Jagd, und dieſe Eigenſchaft erſetzt mir alle anderen,“ ſagte laͤchelnd Latrace.
„Ungerechnet, daß jeder Gegner gegen die Wildſchutzen, dieſes ſchädliche Geſchmeiß, ſehr erbittert iſt. Beweis davon dieſer Bettelkerl von Beéte⸗Puante“), wie er mit vollem Rechte „ heißt. Er mag ſich immerhin damit bruͤſten mir ſtets zu entwiſchen, fruͤher oder ſpaͤter, das glaubt dem Beaucadet, erwiſche ich ihn doch.“
„Daran werdet Ihr wohl thun,“ ſagte der alte Jaͤger, deſſen Geſicht etwas Aengtlichkeit ausdruͤckte; „ſehr wohl; dem Herrn Grafen wird dis ſehr lieb ſein, denn er liebt die Jagd mit wahrer Raſerei.“
„Potz tauſend? vorzeſtern iſt er erſt angekommen, und heute jagt er ſchon?“
„Nun, Herr Bencadet, es ſind auch acht Monate her, daß weder er noch ſei Sohn eine Flinte abgeſchoſſen noch
*) Bete⸗Puante, (Stinkthier), nennt man in der Jäger⸗ ſprache Fuͤchſe, Wieſel, Marder und andere vier füßige Thiere, die dem Wilde Schaden tun.


