— — viſiren laſſen und ſie dabei ein wenig, ſo mit halbem Auge, auskoſten.“
„Und Ihr wolltet auf ſolche Weiſe die arme kleine Bruydre verlaſſen?“ ſagte der Jaͤger mit pfiffigem Lacheln⸗
„Was ſoll's mit Bruysre?“ fragte Beaucadet verächt⸗ lich; „Bruyere? die Truthuͤhnerhuͤterin an der Meierei von Grand⸗Genevrier ... Das kleine Maͤdchen, das kaum ſo hoch als meine Stiefel iſt, die ausſieht wie eine Verruͤckte, mit ihren großen, ſtieren Augen und ihren Blätterkraͤnzen in den Haaren, und die die Narren von Sologne fuͤr eine kleine Hexe oder ſo etwas halten? Wahrhaftig, Vater Latrace, Ihr muͤßt glauben, ich ſei im Stande, ſelbſt ein Mitglied der Heerde dieſer Truthuͤhnerhirtin zu werden, um mir derglei⸗ chen zuzumuthen!“
„Ach, geht doch, Herr Beaucadet,“ erwiderte der Jäger mit ironiſcher Ruhe, „geht doch, Ihr ſeid viel zu ſehr Ken⸗ ner und Liebhaber. Ich habe Euch wohl zwanzig Mal ſagen hören, daß es zehn Meilen in der Runde kein huͤbſcheres Madchen gaäbe, als Beuydre, trotz ihrer Kleinheit.“
„Ich ſcherzte nur mit Eurer ehemaligen Jugend, Vater Latrace.“
„Ei ſeht doch! Die Leute in der Gegend ſagen, ſie haͤtten Euch manchmal in der Haide laufen ſehen, mit Euren großen Stiefeln, das Pferd am Zuͤgel fuͤhrend, um der klei⸗ nen Bruyere ihre entlaufenen Truthuͤhner wieder zuſammen⸗ ſuchen zu helfen?“
„Mich!“
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