nen Volke eher erreicht, — aber in Frankreich blieben ſeine
Bemuͤhungen eitel und fruchtlos, — denn Frankreich iſt keine Seemacht und wird nie eine werden, und das franzöſiſche
Volk iſt zu elegant fuͤr den rauhen Dienſt zur See. Eine
neue Phaſe im Autorleben Sue's trat ein mit ſeinem Ro⸗ man Arthur. Das war der Menſch wie wir ihm in un⸗ ſerer Zeit der Widerſpruͤche des inneren Lebens mit dem äu⸗ ßern, ſo oft begegnen, mit dem Sinne und der Sehnſucht nach den hoͤchſten Guͤtern, unterdruckt, zerdruͤckt durch die Umſtände. Ein Seitenſtuͤck zu Arthur, jenem ſchoͤnen, obwohl hier und da bizarren Seelengemaͤlde, iſt: Mathilde. Die Memoiren einer jungen Frau, die hier niedergelegt ſind, athmen ein tiefes, inniges Verſtändniß des weiblichen Hor⸗ zens, und der Charakter Mathildens, wie oft mag er im Leben ſich wiederfinden, nur daß unſer Auge nicht fein ge⸗ nug ſieht, den Schleier zu durchblicken, den die Frau uͤber die Leiden ihrer Seele deckt. Durch Mathilde gewann Sue, wenn er bisher nur die große Leſewelt feſſelte, die Sympathieen der edlen Frauen, denn ſo Manche ſah ihr eig⸗ nes Bild in dieſem Seelenſpiegel; Mathilde ward nicht nur der Liebling des Boudoirs, ſondern alle ſtillen, ſchönen, aber gedruͤckten Seelen nahmen ſie mit in ihre einſame Zuruͤck⸗ gezogenheit und durchblätterten mit dieſem Buche die Falten


