die Welt regieren. Bedeutender noch war ſein Latréau⸗ mont, ſeine Kunſt zu gefallen, ſeine Thereſe Du⸗ noyerz er wurde hier beſtimmter in der Auffaſſung und Schilderung der Charactere ſeiner Helden; ſo manche Aus⸗ ſchweifungen der Phantaſie hatten ſich abgeſchliffen und das Character⸗Gemälde, das Sue uns an ihnen zeigt, nahm eine naturlichere, in dem Weſen des Menſchen begruͤndetere Geſtalt an. Viel mochten Sue's ernſte hiſtoriſche Studien, die in dieſe Zeit fallen, zu der beſſern und geſälligern Abrundung ſeiner Werke beitragen, und die unmittelbaren Fruͤchte davon: der Reli⸗ gionskrieg in den Cevennen oder die Fanatiker, die Abenteuer des Hercules Kuͤhne oder Guyana im Jahre 1772, und der Obriſt Suͤrville, hiſtoriſcher Roman aus dem Kaiſerreich, 1810, fuͤhren dem Leſer inter⸗ eſſante Abſchnitte aus der Weltgeſchichte mit uͤberraſchender Wahrheit und belebender Wärme geſchildert vor. Ungemeines Aufſehen erregte Latriaumont, dem ebenfalls hiſtoriſche Thatſachen zu Grunde liegen, die den Beweis lieferten, daß Sue nicht allein ein vortrefflicher Geſchichtsſchreiber, ſondern ein eben ſo gluͤcklicher Geſchichtsforſcher iſt. Er wußte in der königlichen Bibliothek aus den vorhandenen Manuſeripten uͤber die Verſchwoͤrung des Chevalier de Rohan, der 1674 auf dem Baſtillen⸗Platze enthauptet wurde, merkwuͤrdige und
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