Teil eines Werkes 
1. Band (1847)
Entstehung
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In ſeiner Welt ſind nicht Tugend und Laſter gleichmaͤßig vertheilt, ſondern das Laſter herrſcht faſt uͤberall vor, das Laſter ſiegt meiſt allenthalben. Seine Philoſophie in ſeinen erſten Romanen iſt, daß das boͤſe Princip hier auf Erden uberall triumphire und die Tugend verderbe, ein Paradoxon, das, ſo unhaltbar es iſt, denn doch ſeinen Romanen gewiſſer⸗ maßen den Stempel der höchſten Moralität aufdruͤckt. —

Wie es ſich demnach auch mit Sue's erſtem Romane verhalten mag, ſoviel wird ihm Niemand abſprechen, daß er trotz der grellen Situationen, die ſeine Phantaſie hervorzaubert, trotz jener paradoren Philoſophie, die ſich geſpenſterartig durch alle ſeine Romane durchzieht, ein wahrhaft moraliſcher Schriftſteller iſt, der es mit dem Guten aufrichtig und ehrlich meint.

Sue war fleißig, ja er iſt der fleißigſte Schriftſteller unſerer Zeit. Raſch auf einander folgten ſeine Romane und Novellen. Sein Atar Gull, ſein Salamander, ſein Wartthurm von Koat⸗Ven, und ſein Plick und Plock oder der Zigeuner und der Seerauber hatten einen gro⸗ ßen Erfolg, und ſo ſehr in ihnen die Erzählung der Ereig⸗ niſſe in den Vordergrund tritt, ſo ſollten doch ſchon ſie meht als gewöhnliche Romane, ſie ſollten ſein Weltanſchauung, ſie ſollten die Prineipien enthullen, von denen er glaubte, daß ſie